Neuer Octavia-Combi: Einfach Cleveres, originell verpackt

Erste Ausfahrt in Tirol mit der neuesten Octavia-Combi-Generation von Škoda: Außen ist er stylish wie nie, innen setzt er mit Vehemenz auf eine Volldigitalisierung. Vieles ist gelungen, aber nicht alles.

Von nüchternem Auftritt ist beim Octavia keine Spur mehr: Ein breiter Kühlergrill drängt sich zwischen schmale Frontscheinwerfer, die Dachlinie ist spannend konzipiert, ebenso der Heckabschluss.
© Höscheler Markus

Von Markus Höscheler

Silz –Vom neuen Kompaktwagen-Quartett des Volkswagen-Konzerns, bestehend aus Golf, Leon, A3 und Octavia, ist das Modell von Škoda das erste, das offiziell die TT-Redaktion in Innsbruck erreicht. Und er darf gleich einmal zeigen, wie sehr Škoda in Sachen Design fortgeschritten ist, wie erfolgreich die Marke ihre den Alltag erleichternden „Simply clever“-Lösungen ergänzt und wie weit sich das Label neuerdings dem Thema Digitalisierung verschrieben hat.

Der Octavia Combi ist, so viel erlauben wir uns zu sagen, ein Hingucker. Die Frontpartie wird dominiert von einem breiten Kühlergrill mit vertikalen Streben, daran schließen sich direkt schmal gehaltene LED-Frontscheinwerfer an. Die Linienführung des Daches lässt darauf hindeuten, dass sich Škoda ein Stück von der Design-Avantgarde der Markenschwester Seat abgeschaut hat – leicht coupéförmig fällt entsprechend die Silhouette aus.

Zu befürchten, dass Škoda seine Maxime verlassen hat, möglichst viel Raum für Insassen und Gepäck anzubieten, braucht indes niemand. Der Octavia Combi fasst auch in der neusten Generation ungemein viel, für einen Kompaktwagen ohnehin: 1700 Liter, bei umgelegten Rücksitzlehnen. Interessant: Der etwas kürzere, aber nicht so attraktiv gezeichnete Vorgänger hatte noch 40 Liter mehr zu bieten.

Fahrzeuginformationen in die Windschutzscheibe projizieren

Dafür hat der neue Octavia technisch mehr zu bieten: Auffällig ist etwa das klare Head-up-Display, das wichtige Fahrzeuginformationen in die Windschutzscheibe projiziert. Eindruck hinterlässt das volldigitale Ins­trumentarium, das sich via Lenkradtasten adaptieren lässt. Und mit einer hohen Auflösung brilliert der zentrale Touchscreen, der das Infotainmentsystem überwacht und beispielsweise auch die Wahl der Fahrwerksabstimmung ermöglicht. Bei aller optischen Brillanz fällt aber auf: Nicht immer merkt sich das System die Koppelung mit dem Smartphone – und beim Rückwärtsfahren kann es passieren, dass von der eigentlich qualitativ hochwertigen Rückfahrkamera keine Bilder kommen. Immerhin: Die Sensoren warnen gleichwohl akustisch vor ungewollten Berührungen mit diversen Hindernissen.

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Adäquat ist die Motorisierung des Fahrzeugs, in unserem Fall ein 150 PS starker Vierzylinder-Turbobenziner (unser Durchschnittsverbrauch: 6,7 Liter je 100 km). Der war zwar noch nicht ganz eingefahren, lieferte dennoch eine großteils überzeugende Leistung in Verbindung mit dem exakt agierenden Sechsgang-Handschalter.


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