Neuer Schub für Oberklasse-Beaus von Mercedes

Mercedes überarbeitet nun auch die zweitürigen Vertreter der E-Klasse: Highlight ist ein rundum verbesserter Vierzylinder-Turbodiesel.

Neu für das E-Klasse-Cabriolet: der A-Shape-Diamant-Kühlergrill.
© MediaPortal Daimler AG

Stuttgart –Zu Beginn des Jahres hat Mercedes schon das E-Klasse-Facelift für die Limousine, das T-Modell und den All Terrain vorgestellt, in dieser Woche legten die Schwaben nach und enthüllten die adaptierten Nischenmodelle Cabriolet und Coupé. Ins Auge fallen unter anderem der neue A-Shape-Kühlergrill und die schlanker gezeichneten Frontscheinwerfer, die ab Werk in Voll-LED ausgeführt sind. Überarbeitet hat der Hersteller zudem die zweiteilig gehaltenen Heckleuchten – gesprochen wird hier von einem anderen „Innenleben“. Neu ins Programm für Coupé wie Cabriolet kommen die vier Außenlackierungen Hightech Silber, Graphitgrau Metallic, Mojave Silber und Patagonien Rot.

Im Innenraum finden wir die neueste Generation des Multimediasystems MBUX, das ab Werk mit zwei 10,25 Zoll großen Bildschirmen bestückt ist. Auf Wunsch lässt sich die E-Klasse auch mit zwei 12,3 Zoll großen Screens bestücken. Sowohl Kombiinstrument als auch das Touchdisplay auf der Mittelkonsole sind laut Mercedes mit hoher Auflösung, starker Leuchtkraft und intuitiver Bedienung gesegnet.

Erweitert hat Mercedes bei Cabriolet und Coupé das zuvor schon umfangreiche Programm an Fahrerassistenzsystemen, das teils Serie, teils Sonderausstattung darstellt. Neu ist jedenfalls die kapazitiv arbeitende Lenkradsensorik – diese erkennt anhand einer im Lenkradkranz befindlichen, mit Sensoren bestückten Matte, ob der Fahrer seine Hände am Volant hat oder nicht. Im zweiten Fall startet das Betriebssystem von Mercedes eine „Kaskade“ von Warnungen, die im Extremfall (also einem Ausbleiben von Reaktionen seitens des Fahrers) zu einer Notbremsung führen können.

Ebenfalls modifiziert: der Mercedes-AMG E 53 4Matic – hier in Gestalt des Coupés.
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„Aufgeigen“ kann das E-Klasse-Coupé bzw. Cabriolet als Technikträger eines modifizierten Volumenmotors. Das Modell ist das erste, das in den Genuss des überarbeiteten OM 654 kommt. Die Ingenieure haben den Zweiliter-Turbodiesel umfassend verändert, etwa den Hub erhöht und damit den Hubraum um 43 auf 1993 Kubikzentimeter erweitert. Der Einspritzdruck steigt von 2500 auf 2700 bar, die wassergekühlten Turbolader sind nun mit einer variablen Turbinengeometrie versehen. Der Kühlkanal in den Stahlkolben ist mit Natrium gefüllt, was im Ergebnis Temperaturspitzen in der Kolbenmulde besser abführen soll. Außerdem gibt es noch einen elektrischen Kältemittelverdichter. In Summe, so stellt es Mercedes jedenfalls in Aussicht, soll der OM 654 M schneller ansprechen und seine Kraft gleichmäßig entfalten.

Darüber hinaus wird er bei den Emissionen noch effizienter, da die Abgasnachbehandlung nun aus vier Komponenten besteht. Um einen geringeren Verbrauch zu ermöglichen, ist der Vierzylinderdiesel mit einem integrierten Starter-Generator versehen. Zusätzlich interessant: Der OM 654 M arbeitet zudem mit einer neuen Generation der Neungangautomatik zusammen, die mit einem besseren Wirkungsgrad und einer effizienteren Bauraumausnützung operiert.

Die Systemleistung des OM 654 M beträgt 286 PS, darüber hinaus will Mercedes den Standard-OM-654 weiterhin mit 194 PS anbieten. Zudem gibt es einen Sechszylinder-Diesel mit 340 PS und einen Basisbenziner mit 197 PS. Weiters im Sortiment befindet sich die AMG-Version 53, die mit einem Dreiliter-Turbobenziner bestückt ist und eine Leistung von 435 PS aufweist. Der Marktstart erfolgt im Herbst. (hösch)


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