Auftakt zur Austrian Pro Series: Für Thiem heißt es Südstadt statt Roland Garros

Österreichs Nummer eins eröffnet heute (12 Uhr/live ServusTV) gegen David Pichler die Generali Austrian Pro Series in Wien.

© gepa walgram

Wien – Die ganze professionelle Tenniswelt ist im Würgegriff des Coronavirus. Die ganze? Eine unerschrockene Truppe in Rotweißrot probt den Widerstand, lädt ab heute zu einem beachtlichen Tennis-Event. Vorhang auf für die Generali Austrian Pro Series in der Südstadt. 16 Männer und acht Frauen rittern dabei um ein Gesamtpreisgeld von 151.750 Euro. Der Auftakt ist zugleich ein erster Höhepunkt. Um 12 Uhr mittags eröffnet der Weltranglisten-Dritte Dominic Thiem gegen David Pichler (ATP-479.) den nationalen Schlagabtausch. ServusTV überträgt es live, wie jedes Thiem-Gruppenmatch. Alle anderen Gruppenspiele werden auf tennisne­t.com und laola1.at im Livestream gezeigt.

Für den ÖTV-Superstar heißt es also Wien statt Paris, Südstadt statt Roland Garros. Nach vier Semifinal- bzw. zuletzt zwei Finalteilnahmen hätte Österreichs Nummer eins dieser Tage nur zu gerne am Sandplatzthron von Rafael Nadal gerüttelt, doch Corona lässt nur kleinere Brötchen backen. Einen neuen Anlauf gibt es möglicherweise im Herbst, am Ersatztermin der French Open (ab 20. September). Zukunftsmusik.

Austrian Pro Series, Gruppeneinteilung:

Herren, Gruppe A: Dominic Thiem, Lucas Miedler, David Pichler, Sandro Kopp.

Gruppe B: Jurij Rodionov, Jürgen Melzer, Lenny Hampel, Marko Andrejic.

Gruppe C: Dennis Novak, Tristan-Samuel Weissborn, Alexander Erler, Lukas Neumayer.

Gruppe D: Sebastian Ofner, Phillip Oswald, Maximilian Neuchrist, Moritz Thiem.

Damen, Gruppe A: Barbara Haas, Tamira Paszek, Mira Antonitsch, Irina Dshandshgava

Gruppe B: Julia Grabher, Melanie Klaffner, Sinja Kraus, Elena Karner.

Die Gegenwart sind die Austrian Pro Series. Begonnen wird bei den Herren mit vier Vierer-Gruppen, die innerhalb von acht Tagen ihre Matches bestreiten. Die besten 12 der 16 kommen weiter und spielen in vier Dreier-Gruppen weiter. Am Ende bleiben acht Spieler übrig, die nach einer Gruppenphase wie bei den ATP Finals die vier Halbfinalisten ermitteln. Die Damen-Matches beginnen erst nach der zweiten Gruppenphase der Herren. Mit von der Partie ist neben Barbara Haas und Mira Antonitsch auch Tamira Paszek, die ihr x-tes Comeback feiert.

Ohne Zuschauer, Ballkinder und Linienrichter wird das Turnier ganz der Corona-Krise angepasst sein, nur ein Stuhlschiedsrichter ist dabei. „Es hilft uns sehr, wenn so eine Serie in der Südstadt stattfindet, weil du weißt, du kannst wieder auf etwas hintrainieren“, erklärte Wolfgang Thiem kürzlich. Sein Sohn trifft im zweiten Match der Gruppe A am Dienstag (16 Uhr) auf Lucas Miedler und am Mittwoch (16 Uhr) auf den Tiroler Sandro Kopp. Mit Alexander Erler schlägt ein zweiter Tiroler (Gruppe B) in der Südstadt auf. (m.i., APA)

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Auch der Tiroler Sandro Kopp ist in der Südstadt mit am Start.
© Michael Kristen

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