Die Waffen aus der Petrischale: In welchen Laboren Viren lagern

Anfang der Woche warnte der Europarat, wie verwundbar die moderne Gesellschaft durch Virusinfektionen sei. Welche Viren schlummern in den Laboren dieser Welt?

Wird an Bakterien und Viren geforscht, stellt sich die Frage, ob Gefahr oder Nutzen überwiegen.
© iStockphoto

Von Judith Sam

Innsbruck — So mancher Beruf fordert starke Nerven. Doch wer in den Labors der US-Seuchenschutzbehörde CDC in Atlanta oder im russischen Vector-Labor südöstlich von Nowosibirsk arbeitet, muss besonders hartgesotten sein. Laut offiziellen Angaben lagern dort nämlich unter anderem Pocken-, Ebola-, Milzbrand- und Aids-Viren.

Es bedarf nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie fatal es wäre, wenn sich dort ein Unfall ereignet — so wie im September 2019, als Medien von einer Explosion in dem russischen Hochsicherheitslabor berichteten. Laut dessen Website war jedoch niemand in Gefahr, weil ein Gebäudebereich brannte, in dem keine biologischen Materialien lagerten.

Anfang der Woche warnte der Europarat vor einer weiteren Gefahr. Nachdem die Covid-­Pandemie gezeigt hat, wie verwundbar die moderne Gesellschaft durch Virusinfektionen ist, hegt er die Sorge vor einem Anschlag mit Biowaffen. Dieser sei weit fataler als „traditioneller" Terror.

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