Wasserwelt verursacht Wogen in der Wörgler Finanzpolitik

Zusperren, Angebot verringern oder die Wörgler entscheiden lassen? Die millionenteure Wave-Sanierung sorgt derzeit für einige Diskussionen.

In Wörgl gibt es einen Richtungsstreit um das Wave. Die Sanierung der Wasser-Gaudi verschlingt Millionen.F
© Otterr

Von Wolfgang Otter

Wörgl – Am Donnerstagabend könnte das Thema Wave-Sanierung erstmals so richtig zu brodeln beginnen. Wie berichtet, wird für das knapp 17 Jahre alte Schwimmbad eine millionenschwere Erneuerung notwendig. Dabei sind zusätzlich zu den Erneuerungskosten noch immer an die neun Millionen Euro Errichtungskredit bis 2032 abzuzahlen. Nachdem bereits im Februar eine Geldspritze von 250.000 Euro (100.000 Euro davon für ein Gutachten) beschlossen wurde, steht auf der Tagesordnung des Gemeinderates der Punkt „Antrag der Bürgermeisterin, Sofortprojekt zur Nutzung der Stillstandszeit der Wörgler Wasserwelt (Corona)“.

Weitere 500.000 Euro sollen in die Sanierung des Wellenbeckens und der Garderobe des Erlebnisbades fließen. 100.000 Euro hat bereits der Stadtrat genehmigt, der Tourismusverband als Mitgesellschafter übernimmt 50.000 Euro und der Rest von 350.000 Euro kommt von der Wave-Mutter, den Stadtwerken Wörgl. Das Geld soll aus dem laufenden jährlichen Schuldendienst (760.000 Euro) umgeleitet werden. Dazu stundet die Bank eine Halbjahresrate von 350.000 Euro, damit verlängert sich aber auch die Laufzeit des einst für die Errichtung aufgenommenen Kredites um ein halbes Jahr auf September 2032.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte