Tote Schafe in Serfaus: „Kinder haben Angst vor dem Wolf“

Der Serfauser Gemeinderat hat BM Paul Greiter beauftragt, das Dorf auf Dauer „wolfsfrei“ zu machen. Greiter will sich Verbündete in anderen Regionen suchen. Auch skandinavische Lösung soll geprüft werden.

Die nachgewiesene Präsenz des Wolfes auf den Serfauser Almen löst Ängste aus. Kinder und Mütter trauen sich nicht mehr in den Wald.
© iStockphoto

Von Helmut Wenzel

Serfaus – Von seinem Haus im Dorf sehe er direkt auf den „Tatort Komperdell-Alm“, wo zuletzt elf tote Schafe aufgefunden wurden. „Mit dem Fernglas kann ich die Herde genau beobachten“, schilderte gestern ein Einheimischer aus Serfaus. „Mir ist aufgefallen, dass die Tiere oft wirr herumrennen. Als ob sie vom Wolf aufgehetzt werden.“

Zwei tote Rehe, die im Februar im Nachbardorf Fiss nachweislich von einem Wolf gerissen wurden, ließen aufhorchen. Die Kadaver lagen in der Nähe von Siedlungsgebiet. „Der Wolf ist der italienischen Population zuzuordnen“, sagte Martin Janovsky, Landesbeauftragter für große Beutegreifer, nachdem er das Ergebnis der DNA-Analyse vorliegen hatte.

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