3,5 Mio. Euro verspielt: Sechs Jahre Haft für Chef von Tiroler Rettungsdienst

Ein 44-jähriger Oberländer erschlich sich mit falschen Angaben vom Finanzministerium drei Millionen Euro. Sein Motiv: Spielsucht.

Die illegal kassierten Millionen investierte der Rettungsdienst-Chef in verschiedenen Spielcasinos. Jetzt wurde er verurteilt.
© Robert Parigger

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Schwerer gewerbsmäßiger Betrug: So lautete der Vorwurf, der einen 44-jährigen Oberländer am Mittwochvormittag auf die Anklagebank des Innsbrucker Landesgerichts brachte. Dass das Verfahren alles andere als gewöhnlich war, lag nicht nur an der Funktion des Angeklagten – der Familienvater war Obmann von zwei Rettungsvereinen und Geschäftsführer eines Rettungsdienstes. Ungewöhnlich ist auch die Schadenshöhe, und wie der Beschuldigte seine Taschen füllte: Der Mann soll mit falschen Angaben die Republik Österreich laut Anklage in elf Jahren um 3,5 Millionen Euro geschädigt haben. Was der Geschäftsführer schon bei Prozessbeginn unumwunden zugab. Nur bei der Schadenshöhe machte der 44-Jährige Abstriche: Er habe lediglich drei Millionen illegal kassiert. Sein Motiv: nicht Gier, sondern krankhafte Spielsucht. Die Quittung des Gerichts: sechs Jahre Haft.

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