Glückliches Ende für Bienenschwarm auf Reisen in Wiesing

Imkerin Rosi Fellner lockte den entkräfteten Bienenschwarm mit einer Honigwabe in den Fangkasten.
© ZOOM.Tirol

Wiesing – Ein 10.000 bis 12.000 Exemplare starker Bienenschwarm sorgte Dienstag für den Anruf eines Spaziergängers in der Landeswarnzentrale. Denn die Tiere schwirrten in Bodennähe am Spazierweg an der Grenze zu Münster umher. Daraufhin wurde Rosi Fellner, Kufsteiner Bezirksobfrau vom Landesverband für Bienenzucht in Tirol, kontaktiert. „Als ich dort ankam, saßen die Bienen schon ganz entkräftet am Boden“, erzählt sie. Durch das Bespritzen mit Honigwasser erholten sie sich, bis zum Abend war der ganze Schwarm von sich aus in den mit einer Honigwabe ausgestatteten Fangkasten gekrabbelt.

„Es ist normal, das Bienenschwärme sich irgendwann teilen und eine Hälfte mit der Königin wegfliegt“, erläutert die Imkerin. Drei Tage könnten die Insekten Futter in ihrer Honigblase mitführen. „Wenn sie dann keinen Platz zum Futtereinlagern haben und durch kühle Nächte viel Energie verbrauchen, wird es eng“, erklärt Fellner den Zustand des gefundenen Bienenvolkes. Bei der „daheimgebliebenen“ Hälfte des Schwarms werde jetzt eine neue Königin zum Hochzeitsflug starten. Fellner: „In freier Wildbahn können die Bienen wegen der Varroa-Milbe maximal einen Winter überleben.“ Das und mehr werden auch Volksschüler aus Kundl lernen, die die gefundenen Bienen im Herbst erhalten. Weitere Schulen sollen folgen. Wer einen heimatlosen Schwarm entdeckt, möge die Landeswarnzentrale anrufen unter 0512-508 2270. (ad)

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