500.000 Euro für das Wellenbecken im Wörgler Wave

Der Wörgler Gemeinderat genehmigte mehrheitlich die Sofortsanierung im Wave. Die Gesamtkosten von 500.000 Euro werden von der Stadt, dem TVB Ferienregion Hohe Salve und den Stadtwerken übernommen.

Das Wellenbecken im Wave muss saniert werden.
© Wave

Von Michael Mader

Wörgl –Um die Stillstandszeit bei der Wörgler Wasserwelt aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation zu nützen, stellte Bürgermeisterin Hedi Wechner (Liste Hedi Wechner) in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Antrag für eine Sofortsanierung des Wellenbeckens. Die Arbeiten hätten voraussichtlich erst in einem Jahr stattfinden sollen und hätten aufgrund der exponierten Lage und der lärmintensiven Tätigkeiten einen längeren Stillstand des Gesamtbetriebes bedingt, heißt es im Bericht. So komme es bei der Generalsanierung zu einer kürzeren Stillstandszeit. Die Gesamtkosten von 500.000 Euro werden von der Stadt (100.000 Euro), dem TVB Ferienregion Hohe Salve (50.000 Euro) und den Stadtwerken (350.000 Euro) übernommen.

Vizebürgermeister Mario Wiechenthaler (Freiheitliche Wörgler Liste) bemängelte, dass erst im Juni ein 250.000-Euro-Zuschuss beschlossen worden sei und das Projektgutachten noch gar nicht da sei. Das sah auch Gemeinderat Richard Götz (Grüne) so: „Wir investieren innerhalb kürzester Zeit 750.000 Euro und wissen noch gar nicht, wie es weitergeht. Ohne Kostenvoranschlag, ohne Ausschreibung.“

„Ein Stillstand kostet ein Vermögen“

Beide Fraktionen fordern erneut eine Volksbefragung zum Wave. „Das wurde von mir auch bereits angedacht. Tatsache ist aber, dass die unwirtschaftlichsten Bereiche wie das Sportbecken und das Freibad aber am beliebtesten sind“, warnte die Bürgermeisterin.

GR Michael Riedhart (Junge Wörgler) empfindet die Sofortsanierung als richtig, will aber eine Grundsatzdiskussion führen, ob das Bad in dieser Form beibehalten werden soll. „Ein Stillstand kostet uns jeden Monat ein Vermögen“, meinte Vizebürgermeister Hubert Aufschnaiter (ÖVP).

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Der Antrag wurde mit 15 zu 6 Stimmen (Grüne und Freiheitliche Wörgler Liste) angenommen.


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