Erster Ansturm blieb aus: Verhaltener Start in die Tiroler Badesaison

Nur einige wenige ließen es sich am Freitag in Tirol nicht nehmen, die Öffnung der Bäder mit einem Sprung ins kalte Nass zu feiern.

Von der maximalen Anzahl der Personen in den Becken war man gestern im Innsbrucker Tivoli-Freibad noch weit entfernt.
© Paumgartten

Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck –Dunkle Wolken über der Innsbrucker Nordkette und ein kühler Wind, der durch die Stadt pfeift. Der verspätete Auftakt in die diesjährige Freibäder-Saison hätte sich wohl ein besseres Wetter verdient. Am frühen Freitagnachmittag lässt sich schließlich doch noch die Sonne über Tirols Landeshauptstadt blicken und am Baggersee wagen sich die drei Freundinnen und Sportschwimmerinnen Theresa Danzer, Miriam Langhofer und Sara Plattner ins Wasser.

Die anderen Gäste begnügen sich damit, die spärlichen Sonnenstrahlen auf Picknick-Decken liegend und auf Bänken sitzend zu genießen. Sicherheitsabstände einzuhalten ist heute kein Problem. Ihren Weg in die an heißen Sommertagen aus allen Nähten platzende Badeanlage haben zum heurigen Saisonstart gerade einmal eine Handvoll Menschen gefunden.

📽 Video | Tirols Bäder starten in Sommersaison

Nicht viel mehr Betrieb herrscht einige Kilometer weiter Richtung Stadtzentrum im Freibad Tivoli. An den Eingängen wurden Sperrgitter aufgestellt und Bodenmarkierungen angebracht, um einen möglichen Besucheransturm kanalisieren zu können. An diesem Freitagnachmittag ziehen aber gerade einmal zwei Senioren ihre Runden im Familienbecken, während sich drei Burschen im Sprungbecken am Ein- und Drei-Meter-Brett austoben.

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Auf Hinweistafeln an den Becken werden die Badegäste auf die maximal zulässige Personenanzahl im Wasser hingewiesen. Für das Sportbecken sind es beispielsweise 172 Schwimmer – also noch genügend Platz, nachdem hier gerade einmal 15 im Wasser sind.

Einige Hartgesottene wagten im Tivoli-Freibad den Sprung ins kalte Wasser.
© Paumgartten

Der große Ansturm auf die Anlagen ist an diesem verspäteten Saisonauftakt-Tag ausgeblieben. Eine Bademeisterin, die zwischen Familien- und Kinderbecken Stellung bezogen hat, sieht das pragmatisch: „So geht es zumindest nicht gleich voll los und alles kann sich ein bisschen einspielen.“ Am Pfingstmontag könnte die erste Bewährungsprobe anstehen. Für da sagen die Meteorologen nämlich deutlich wärmeres und sonnigeres Wetter voraus.

📽 Video | Diese Regeln gelten im heurigen Badesommer


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