Grüne weisen Tiroler WK-Chef Walser in die Schranken

Innsbruck – Die Kommentare von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser zur Innsbrucker Stadtpolitik sorgen bei den Innsbrucker Grünen fü...

WKO Präsident Christoph Walser
© Vanessa Rachlé

Innsbruck –Die Kommentare von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser zur Innsbrucker Stadtpolitik sorgen bei den Innsbrucker Grünen für Kopfschütteln. Wie berichtet, bezeichnete Walser angesichts der anhaltenden Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Stadtkoalition diese als „quasi tot“. Der Wirtschaftssprecher der Innsbrucker Grünen, Thomas Schultze, zeigt sich „verwundert“ über die Äußerungen und den Zeitaufwand, den Walser für die Innsbrucker Stadtpolitik aufbringt.

„Herr Walser würde gut daran tun, die eingereichten Corona-Hilfsfonds-Anträge zügig zum Abschluss zu bringen, die Selbstständigen befinden sich in der Warteschleife. Walser soll sich um BeitragszahlerInnen und nicht um Autos kümmern“, sagt Schultze in Anspielung auf die Einmischung Walsers in die Diskussion rund um die Gehwegerweiterung in St. Nikolaus. In dieser Diskussion verweist Schultze darauf, dass Fußgängerzonen, verbreiterte Gehsteige und vergrößerte Gastgärten den Gewerbetreibenden in die Hände spielen würden, „denn sie leben von StammkundInnen und von der Laufkundschaft und nicht von zugeparkten Straßen und Gehsteigen“, so Schultze.

Eine Versammlung aller Betroffenen in St. Nikolaus schlägt indes Wirtschafts­stadträtin Christine Oppitz-Plörer vor. Ihr zufolge sei das aktuelle Provisorium sehr unglücklich gestaltet. Oppitz-Plörer stellt deshalb eine bauliche Verbreiterung des Gehsteigs zur Diskussion. „Gleichzeitig gilt es den Parkstreifen zu erhalten und eine Befahrung des Gehsteiges zu Ladezwecken zu ermöglichen.“ (TT)


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