Naturschutz: 2019 wurden über 2000 Verfahren abgewickelt

In Tirol wurden 2019 in den Bezirken über 2000 naturschutzrechtliche Verfahren abgewickelt. 4,1 Millionen Euro an Naturschutzförderungen flossen.

Der geplante Zusammenschluss Pitztal/Ötztal polarisierte enorm.
© Thomas Boehm / TT

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Der alljährliche Umweltschutzbericht des Landes ist so etwas wie ein Indikator, wie es im Land um Natur und Umwelt bestellt ist. Für das abgelaufene Jahr liegt nunmehr die Zusammenfassung über die diesbezüglichen Aktivitäten im Land vor. Das reicht von den erlassenen Verschärfungen bei den Lkw-Fahrverboten bis hin zur Tiroler Restmüllanalyse 2018/2019, die zuletzt im Jahr­e 2010 erfolgt war.

Aufsummiert wurden in den Bezirken 2053 Naturschutzverfahren durchgeführt. Gezählte 737 behördlich angeordnete Überprüfungen haben stattgefunden. Allein im Bezirk Innsbruck-Land gab es bei den Naturschutzverfahren (685) gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von knapp 20 Prozent. Noch im Jahr 2015 lag die Zahl bei knapp über 300. 17 Prozent der naturkundefachlichen Beurteilungen fielen in Innsbruck-Land negativ aus.

2019 kein einziges neues Vorhaben zur Genehmigung eingereicht

Im Bereich des Naturschutzrechtes wurden vom Land – in Verbindung mit dem Seilbahn- und Skigebiets- programm und der Alpen­konvention – im Berichtszeitraum neun Skiliftverfahren und 15 Verfahren für Wasserkraftwerke (jeweils Neuanlagen bzw. Änderungen) durchgeführt. 21 Verfahren betrafen Flugbewegungen.

Auffallend ist, dass 2019 kein einziges neues Vorhaben zur Genehmigung eingereicht wurde, das eine Umweltverträglichkeitsprüfung benötigt hätte. UVP-Feststellungsverfahren wurden einige durchgeführt. Jenes „Alt-Projekt“, das für die meisten Schlagzeilen gesorgt hat, war das des „Skigebietszusammenschlusses Pitztal-Ötztal“. Eine mündliche Verhandlung wurd­e – auf Betreiben der Projektwerber – aufgrund notwendiger Ergänzungs­unterlagen abberaumt. Mit einer neuen Verhandlung wird nicht vor 2021 gerechnet.

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Dabei wird die Weiterentwicklung des Tourismus immer weiter in den Mittelpunkt unserer Arbeit als Landes­regierung rücken.
LHStv. Ingrid Felipe

Auf der Förderseite wurden 2019 im Bereich Naturschutz 4,1 Millionen Euro ausbezahlt. 146 Förderanträge wurden eingereicht – bewilligt Projekte mit einem Fördervolumen von 2,35 Millionen Euro

Nicht zuletzt aufgrund der Fridays-For-Future-­Bewegung ortet LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) den starken Wunsch nach Schutz von Klim­a, Umwelt und Natur:


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