Rapid-Hit für Bullen-Coach Marsch das „vielleicht wichtigste Spiel“

Der Geisterspiel-Kracher Salzburg gegen Rapid bringt gleich zum heutigen Start der Meistergruppe (20.30 Uhr/live ORF eins) einen ersten Fingerzeig im Titelrennen.

Programmiertes Duell im heutigen Liga-Schlager – Salzburgs Dominik Szoboszla­i (links) gegen Rapid-Kapitän Stefan Schwab.
© gepa

Innsbruck – Nach fast dreimonatiger Corona-Pause erfolgt heute endlich der Startschuss zur Meisterrunde der tipico-Bundesliga. Mit einem brisanten Schlager, leider ohne Zuschauer, dafür mit dem bitteren Beigeschmack der leidigen „Causa LASK“, die dem Ligafußball und vor allem den Linzern Schaden bescherte.

Der Schlager: Der Geisterspiel-Kracher Salzburg gegen Rapid bringt gleich zum Start der Meistergruppe am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF eins) einen ersten Fingerzeig im Titelrennen. Grün-Weiß darf nach dem LASK-Urteil wieder Hoffnungen hegen, man könnte den „Bullen“ bis auf einen Punkt nahekommen. Für Jesse Marsch ist das Spiel „vielleicht das wichtigste in der Meisterrunde“. Der Salzburg-Coach warnte gleichzeitig vier Tage nach dem souveränen 5:0-Cup­triumph über Zweitligist Austria Lustenau: „Wir müssen auf alles vorbereitet sein.“ Dass die Bullen bereits ein Bewerbsspiel in den Beinen haben, ist für Rapid-Coach Dietmar Kühbauer „sicher kein Nachteil“. Dreimal liefen sich die beiden Teams in der laufenden Saison schon über den Weg, stets behielt Salzburg knapp, aber doch die Oberhand: mit 2:1 n.V. in Wals-Siezenheim im Cup-Sechzehntelfinale, in der Liga mit 2:0 in Hütteldorf sowie 3:2 nochmals in Salzburg – durch einen Freistoß von Zlatko Junuzovic in der 94. Minute. „Das waren keine normalen Fußball-Spiele, sondern Kampf“, befand Marsch. Das wird heute nicht anders sein

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Die Rehabilitierungstour: Der LASK will die Turbulenzen abseits des Rasens heute ab 18.30 Uhr zu Hause gegen Hartberg hinter sich lassen. Das verbotene Mannschaftstraining hat sowohl dem Image als auch dem Punktekonto der Linzer zugesetzt, obwohl Präsident Siegmund Gruber weiter mit verstörenden Aussagen aufwartet: Man wollte die Mannschaft medizinisch schützen – auch vor Verletzungen. „Das war der Animo.“ Doch Gegenwind gibt es selbst aus der eigenen Fan-Szene: „Jetzt hat man es sogar geschafft, die Saison unseres Lebens mit dieser Ignoranz zu konterkarieren.“

LASK-Trainer Valérien Ismaël, von dem die Causa ausging, gibt sich trotzig: „Wir als Team haben uns nicht geändert, auch wenn über den LASK schlecht geredet wird.“ Der Franzose hofft, dass sich die Auswirkungen der Affäre auf die Mannschaft in Grenzen halten. Sein Team habe sich im Trainingslager eingeschworen, das Motto „Jetzt erst recht“ wurde geboren. Man habe einen Fehler gemacht und sich dafür entschuldigt.

Das Pack-Derby: Gastgeber Sturm Graz geht heute ab 18.30 Uhr mit etwas mehr Druck als der WAC ins „Pack-Derby“. Die Steirer treten als Fünfter mit einem Drei-Punkte-Rückstand auf den Vierten an und müssen punkten, um nicht früh den Anschluss an die Top vier zu verlieren. „Wir müssen einfach versuchen, das Spiel zu gewinnen“, betonte Sturm-Trainer Nestor El Maestro. Sein Team peilt das 300. Heimspiel ohne Gegentor an. Wie die Grazer haben auch die Kärntner einen Start nach Maß im Visier. „Es wird für jeden ein Kaltstart“, schilderte WAC-Coach Ferdinand Feldhofer seine Sicht. Erstmals bekommt er es als Bundesliga-Coach mit jenem Club zu tun, für den er mehr als zehn Jahre die Schuhe schnürte. (w.m.)


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