Fahrverbot: Polizeimotorräder teils zu laut fürs Außerfern

Das Lärmfahrverbot im Außerfern liegt Motorradlern schwer im Magen. Noch größer ist die Angst, dass das Beispiel Schule macht.

Peter Goldgruber (r.), Ex-Generalsekretär des Innenministeriums, hinter einer Polizei-Ducati, die fürs Außerfern zu laut wäre.
© BMI/Gerd Pachauer

Von Thomas Hörmann

Reutte – Die Leser der größten deutschsprachigen Motorrad-Zeitschrift (Motorrad) kennen derzeit nur ein Thema: das Fahrverbot für laute Zweiräder, das am 10. Juni im Außerfern in Kraft tritt. Seit Tagen führt der diesbezügliche Bericht auf der Internetseite die Liste der meistgelesenen Artikel an. Die Reaktionen der deutschen Biker sind gemischt und reichen von Verständnis für die Bevölkerung bis zum achselzuckenden „Dann fahren wir halt woanders“. Aber auch Schadenfreude ist dabei. Weil durchgesickert ist, dass einige Polizeimotorräder zu laut fürs Außerfern (maximal 95 Dezibel) sein sollen. Kein Gerücht, wie TT-Recherchen ergaben: Tatsächlich hat die Tiroler Polizei auch zwei Ducati Multistrada 950 im Fuhrpark, die mit 98 Dezibel mehr Krach machen, als im Lechtal künftig erlaubt sein wird. „Kein Problem, wir haben genug andere Motorräder, die innerhalb der Lärmgrenze liegen“, sagt Markus Widmann, Chef der Tiroler Verkehrspolizei.

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