Gegner machen weiter gegen Kraftwerk Tumpen mobil

LHStv. Josef Geisler und LHStv. Ingrid Felipe waren Adressaten der 22.800 Unterschriften gegen das KW Tumpen-Habichen, die von Marieke Vogt und Marianne Götsch (v. l.) am Landhausplatz präsentiert wurden.
© Paschinger

Innsbruck, Umhausen – Knapp 30 Personen trafen sich am Mittwoch am Innsbrucker Landhausplatz zu einer Kundgebung gegen das in Bau befindliche Kraftwerk Tumpen-Habichen und präsentierten LHStv. Igrid Felipe (Grüne) und LHStv. Josef Geisler (ÖVP) mehr als 22.800 Unterschriften einer Online-Petition. Seit zwölf Jahren kämpfen Anrainer in Tumpen, der WWF sowie Kajaksportler gegen das 47-Mio.-Euro-Projekt, das vom Unternehmen Auer, den Gemeinden Umhausen und Oetz sowie der Tiwag umgesetzt wird.

Marianne Götsch vom WWF wirft dem Land vor, dass der Ausbau der Wasserkraft generell mit öffentlichem Interesse gleichgesetzt werde. Marieke Vogt vom WET (Wildwasser erhalten Tirol) fordert mehr Schutz für Tirols Flüsse. WET-Obmann Bernhard Steidl will demnächst eine Stellungnahme eines Experten präsentieren, wonach die Auswirkungen der Einleitung des abgearbeiteten Wassers auf die darunter liegende Kajakstrecke Wellerbrücke nicht untersucht wurden. Für Anrainer Alfred Kuen geht es hier in erster Linie um Geld, die Befürchtungen der Menschen würden heruntergespielt.

Felipe und Geisler betonten, dass die Unterlagen genau angeschaut wurden und dass es immer zwei Seiten gebe. Der Umhauser Bürgermeister Jakob Wolf verweist ebenfalls auf das zwölf Jahre dauernde Verfahren. (pascal)

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