Neue Pläne für Bahnhof Rum: Vom Zug zur Tram und vice versa

Der Bahnhof Rum wird bis Ende 2022 zur großen „Drehscheibe“ umgebaut, rund 20 Millionen Euro fließen. Alle ÖBB-Ticketschalter in Tirol öffnen am Freitag wieder.

© ÖBB/Ostertag Architects

Rum – Die Vorarbeiten laufen bereits: Bis Dezember 2022 soll der Bahnhof Rum zu einer modernen „Mobilitätsdrehscheibe“ mit neuer Tramhaltestelle und erweiterter Radabstellanlage ausgebaut werden. Damit wird ein direkter Umstieg von der Tram bzw. Regionalbahn und den Regiobussen in den Zug und umgekehrt möglich.

Bekanntlich wird die Regionalbahnlinie 5 (die derzeit im Olympischen Dorf endet) bis Rum verlängert, die Endhaltestelle befindet sich dann direkt am Rumer Bahnhof. Dort entsteht, als Gemeinschaftsprojekt von Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) und ÖBB, eine neue, barrierefreie Fußgängerunterführung mit drei Liftanlagen zwischen den ÖBB-Bahnsteigen und einem Großmarkt im Gewerbegebiet Neu-Rum. Die Verbindung führt also unter der Haller Straße hindurch.

Die bestehende Unterführung, der derzeitige Zugang zum Bahnhof Rum, wird adaptiert und bleibt, auch als Verbindung zwischen Rum und Neu-Rum, erhalten.

Die Bahnhofsausstattung wird ebenfalls modernisiert (Informationsmonitore, witterungsgeschützte Wartekojen, Bahnsteigdächer und Wegeleitsystem). Zudem adaptieren bzw. erneuern die ÖBB im Bereich der Haltestelle die Lärmschutzwände. Die IVB wiederum errichten in der Serlesstraße ein gedämmtes Schienensystem, das die Anrainer möglichst vor Lärmbelastung durch die Regionalbahn schützen soll.

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Insgesamt investieren die Projektpartner – ÖBB-Infrastruktur AG, IVB, Land Tirol und Marktgemeinde Rum – rund 20 Millionen Euro in das Großprojekt. LHStv. Ingrid Felipe sieht darin auch „bedeutsame Impulse für die regionale Wirtschaft“. Für IVB-Geschäftsführer Martin Baltes bedeutet die Verlängerung der Regionalbahn bis Rum (bzw. westlich von Innsbruck bis Völs) samt direkter Anbindung an Bus und Zug „eine völlig neue Dimension im Tiroler Nahverkehr“.

Während der Bauphase ist mit Gleissperren, Nachtarbeiten, erhöhtem Lärmpegel und Staubbelastung zu rechnen, ebenso mit Verkehrsbehinderungen und Umleitungen im Bereich Haller Straße – ÖBB und IVB ersuchen dafür um Verständnis.

Apropos ÖBB: Bedingt durch Covid-19 waren zuletzt auch die Ticketschalter in Tirol geschlossen. Ab dem heutigen Freitag sind sie jedoch wieder zu den üblichen Öffnungszeiten besetzt – in Lienz, Kitzbühel, Kufstein, Wörgl, Jenbach, Innsbruck und Landeck. Auch die Verkaufsstellen, die von den Tourismusverbänden in Seefeld und St. Anton betrieben werden, sind geöffnet.

Als Willkommensgruß für die Fahrgäste werden am Innsbrucker Hauptbahnhof und in den S-Bahn-Zügen 3500 Flaschen Desinfektionsmittel verteilt, Mannerschnitten warten ebenfalls. (TT)


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