Skeleton-Ass Flock hat Gesprächsbedarf mit Neo-Coach Stern

Janine Flock will trotz des neuen Skeleton-Nationaltrainers Walter Stern auch künftig ihren eigenen Weg weitergehen.

Skeleton-Aushängeschild Janine Flock möchte an ihrem Trainingskonzept festhalten.
© gepa

Von Günter Almberger

Innsbruck – 17 Jahre ist es inzwischen her, dass sich Walter Stern in St. Moritz zum Skeleton-Europameister kürte. Es blieb bis heute die letzte rot-weiß-rote Goldmedaille im Herren-Bereich bei Groß­ereignissen. Jetzt soll es Stern als Trainer richten, damit die heimischen Athleten künftig wieder um Edelmetall mitreden können. Der Zirler wurde gestern vom Österreichischen Bob- und Skeletonverband (ÖBSV) offiziell als neuer Cheftrainer präsentiert. In der abgelaufenen Saison hatten Janine Flock und Co. keinen eigenen ÖBSV-Trainer. Im Zuge einer Kooperation mit dem lettischen Verband wurden die heimischen Athleten von Matthias Guggenberger mitbetreut, der hauptamtlich für das baltische Land arbeitet.

„Wir haben die wirtschaftliche Herausforderungen der letzten Jahre großteils abgearbeitet. So konnten wir die Rahmenbedingungen schaffen, um Walter als neuen Trainer zu gewinnen. Wir sind happy, dass uns das gelungen ist“, erklärte ÖBSV-Geschäftsführer Franz Huber. Ein erstes Abtasten fand bereits im vergangenen Winter statt, als Stern im Betreuer-Team der österreichischen YOG-Athleten in St. Moritz mit dabei war. „Nach den ersten Gesprächen mit dem Vorstand haben wir die gemeinsamen Ziele festgelegt, was wir haben, wo wir hin wollen. Dann konnten wir uns rasch auf eine Zusammenarbeit einigen“, betonte Stern, der bereits für die Engländer, Schweizer und US-Amerikaner als Trainer tätig war. Das mittelfristige Ziel heißt Olympia 2022 in Peking, langfristig will man für die Spiele 2026 junge Athleten ranführen. „Bei den Weltcup-arrivierten Athleten Samuel Maier und Florian Auer habe ich schon Dinge entdeckt, die man verbessern kann. Janine Flock möchte ich alles ermöglichen, dass sie sich auf den Sport fokussieren kann“, so Stern. Wie aber die Zusammenarbeit mit Flock und eine mögliche weitere Kooperation mit dem lettischen Verband künftig aussieht, ist noch völlig offen. „Wir würden die Zusammenarbeit gerne fortführen“, erklärt Huber.

Skeleton-Nationaltrainer Water Stern.
© ÖBSV

Flock selbst möchte den Weg, den sie mit ihrem Trainer und Lebensgefährten Guggenberger eingeschlagen hat, jedoch weiter bestreiten. „Ich habe ein funktionierendes Umfeld, auf das ich nicht verzichten will. Ich trainiere nach einem anderen Konzept, das bisher erfolgreich war. Ich hoffe auf eine konflikt­freie Lösung, damit ich meinen Weg weitergehen kann“, betont Flock. Ein klärendes Gespräch soll rasch Klarheit schaffen.

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