Ford: Transit lockt mit neuen Derivaten

Bei den Ford-Nutzfahrzeugen gibt es mit Trail und Active zwei noch robuster erscheinende Varianten, die schwieriges Terrain meistern können.

Der Transit Custom Trail zeigt sich mit Offroad-Beplankung und wuchtigem Kühlergrill.
© Werk

Wien – Krisenzeiten sind Chancenzeiten – jedenfalls für Ford. Die US-Marke ist hierzulande im Nutzfahrzeugbereich nach fünf Monaten die Nummer eins und am bisherigen Branchenleader Volkswagen vorbeigezogen. Der Marktanteil beträgt nach Ford-Angaben 21,48 Prozent. Den wollen sich die Amerikaner offenbar nicht mehr nehmen lassen, denn sie bauen ihre ohnehin schon üppige Nutzfahrzeugpalette weiter aus. Bereits gestartet sind die Plug-in-Hybrid-Varianten des Custom – im Nfz-Sektor bekleidet Ford damit ein Alleinstellungsmerkmal. In wenigen Monaten geht es weiter mit der Verfolgung des anhaltenden SUV-Modetrends. Ford will ausgewählte Produkte mit Offroad-Optik versehen (und zum Teil auch mit passender Technik bestücken).

Die Labels dafür heißen Trail und Active. Beginnen wir mit Trail, einem Attribut, das sowohl für den Transit als auch für den Transit Custom vorgesehen ist. Hier geht es nicht nur um Offroad-Optik, sondern auch um passende Geländegängigkeit – wobei es grundsätzlich zwei Varianten gibt: Der größere Transit Trail fährt entweder mit zuschaltbarem Allradantrieb oder mit Vorderradantrieb, der über ein neues mechanisches Sperrdifferenzial (mLSD) an der Vorderachse verfügt. Dieses System, entwickelt von Quaife, kommt bereits bei manchen Pkw-Modellen von Ford zum Einsatz, etwa vom Focus RS. Bei schlüpfrigem Untergrund sorgt das mLSD dafür, dass Drehmoment traktionssichernd an das griffigere Vorderrad geleitet wird. Der etwas kleinere Transit Custom Trail erhält – da er immer mit Vorderradantrieb bestückt ist – ab Werk dieses Sperrdifferenzial.

Der satte Ford-Schriftzug ziert die Front der „Trail“-Variante, die hier auch als Allradvariante erhältlich ist.
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Den Transit Trail (mit Nutzlasten bis zu zwei Tonnen) bietet Ford mit verschiedenen Radständen als Fahrzeuggestell (mit Einzel- oder Doppelkabine), als Kastenwagen und als Kombi-Pkw an; den Transit Custom Trail (mit Nutzlasten bis zu einer Tonne) offeriert der Hersteller als Kastenwagen (Einzel- oder Doppelkabine) und als Kombi-Pkw mit zwei verschiedenen Radständen.

Mehr für die Optik gedacht ist die Ausstattungsvariante Active, die bereits einige Pkw-Reihen von Ford ziert. Ab Spätsommer darf auch der Tourneo Custom mit Crossover-Elementen vorfahren. Später wird es die Active-Variante unter anderem auch für den Transit Custom und die kleineren Connect-Baureihe geben. (hösch)


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