WSG muss in Altach ran: Der Tiroler Patient will sich selbst heilen

Nach den Niederlagen (2:3, 0:4) in den ersten beiden Saisonduellen mit den Vorarlbergern braucht die WSG Tirol heute (17 Uhr, TT.com-Live-Ticker) in Altach Punkte.

Kelvin Yeboah (l.) könnte heute in Altach mit seiner Schnelligkeit eine Schlüsselrolle einnehmen.
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Von Tobias Waidhofer

Wattens – Gestern lag WSG-Tirol-Trainer Thomas Silber­berger nach seinem Motorradunfall das dritte Mal binnen fünf Tagen auf dem Operationstisch. Ganz so drastisch möchte man die Lag­e seiner Mannschaft (noch) nicht einordnen. Doch nachdem St. Pölten die Tiroler am Dienstag bei der 0:5-Heimpleite gehörig auseinandergenommen hatte, war schon der ein oder ander­e Eingriff nötig.

„Egal ob Spielanlage oder Spielsystem – wir haben alles auf den Prüfstand gestellt“, erklärte Manager Stefan Köck, der heute (17 Uhr, live ORF eins, Sky Sport Austri­a) wieder gemeinsam mit Co-Trainer Martin Svejnoha auf der Trainerbank sitzen wird. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass – egal mit welchem System oder welcher Spielanlage – wenn wir so wie gegen St. Pölten auftreten, wir gegen niemanden bestehen werden.“ Neben den für jeden Beobachter sichtbaren „haarsträubenden Fehlern“ machten die Verantwortlichen nämlich auch „fehlende Laufbereitschaft“ aus. Die Steigerung soll sich heute in Vorarlberg vor allem an zwei Punkten manifestieren: „Wir müssen erstens die Fehler abstellen und zweitens kompakter in die Zweikämpf­e gehen.“

WSG-Trio fehlt in Altach

Dass man gestern ohne die verletzten Benni Pranter, Ion­e Cabrera und Lukas Grgic in den Mannschaftsbus stieg, macht die Aufgabe bei den starken Altachern („Für mich sind sie neben der Austria der Favorit in der Qualifikationsgruppe“, so Köck) nicht leichter: „Wir haben noch nie gejammert und werden es auch jetzt nicht tun.“

Einer, der heute eine (offensive) Schlüsselrolle spielen könnte, ist der pfeilschnell­e Kelvin Yeboah. Auch eine Umstellung von einer Vierer- auf eine defensive Dreie­r- bzw. Fünferkette scheint im Bereich des Möglichen zu liegen. Und möglicherweise schlagen ja heute auch zwei echte Altach-Spezialisten zu: Zlatko Dedic traf bereits viermal, Stefan Maierhofer sechsmal gegen die Vorarlberger, die ihrerseits im Sturmzentrum heute wieder auf den Ex-Wattener Christian Gebauer setzen werden.

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Der Naviser war ja auch eine Entdeckung von WSG-Trainer Silberberger, den Manager Köck am Donnerstag erstmals in der Klinik besuchen konnte. Auch dort wurden die Köpfe zusammengesteckt. Und wer weiß, vielleicht entstand die Siegerstrategie am Krankenbett.


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