Kurzarbeit in TVB Innsbruck bleibt Zankapfel

Noch immer ist nicht klar, wie viele der 780 angemeldeten TVB-Mitarbeiter in die Kurzarbeit dürfen. Manche greifen zur Eigenhilfe.

Symbolfoto.
© BARBARA GINDL

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Im Tourismusverband Innsbruck ist man mit der Lösung Marke Eigenbau zufrieden. Wie berichtet, hatte der TVB im Zuge der Corona-Krise 60 Mitarbeiter für die Kurzarbeit angemeldet. Genehmigt hat das Arbeitsmarktservice Tirol (AMS) nur 15. Das AMS ist nur bereit, Mitarbeiter in jenem Ausmaß in das Modell zu lassen, in dem ein TVB auch „eigenwirtschaftliche Leistungen“ erbringt. Weil in Tirol die TVB Körperschaften öffentlichen Rechts sind. Das hatte Ende April auch die Tourismusabteilung im Land überrascht. War doch ­zuvor vom Bund eine generelle Kurzarbeitsgenehmigung ­zumindest in Aussicht gestellt worden.

„Wir mussten handeln“, sagt TVB-Innsbruck-Geschäftsführerin Karin Seiler. Für all jene, die nicht in der Kurzarbeit unterkommen konnten, wurde ein Freiwilligenmodell ausgearbeitet. Entweder über die Dauer von drei Monaten je eine Woche unbezahlten Urlaub pro Monat oder über sechs Monate eine Viertagewoche. Die Solidarität sei groß gewesen, sagt Seiler. Die Betroffenen hätten alle eine der Varianten gewählt – in Kombination mit der vom Land versprochenen Ausgleichsförderung könne man nun trotzdem das notwendige Einsparungsziel von 550.000 Euro erreichen. Wieso aber das AMS einigen TVB die vollen Kurzarbeitsanträge genehmigt hat, anderen wieder nicht, ist auch für Seiler „nicht nachvollziehbar“.

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