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Angst vor dem Wolf: Schafbauern zogen Reißleine und trieben Tiere ins Tal

Der Serfauser Wolf hat binnen drei Wochen 22 Schafe gerissen. Den Bauern reicht’s. BM Greiter lud Experten zur Wolfsdebatte, die aber ohne Ergebnis blieb.

Die Serfauser Schafbauern trieben gestern etwas mehr als 100 Tiere von der Alm ins Tal.
© Wenzel

Von Helmut Wenzel

Serfaus – „Jetzt können wir nicht mehr länger zuschauen“, sagte Lois Monz, Obmann des Serfauser Schafzuchtvereins, mehr als verärgert. Die jüngste Serie der Wolfsrisse auf der Komperdell-Alm ist nicht nur für ihn unerträglich geworden. Monz hat 15 seiner insgesamt 43 Herdentiere seit dem Almauftrieb vor drei Wochen verloren. „Es ist inakzeptabel, dass unsere mit Leidenschaft aufgezogenen Tiere zur täglichen Wolfsbeute werden. Sie müssen nach dem Wolfsbiss oft zwei oder drei Tage leiden, bevor sie qualvoll verenden.“ Er vermisse beim Thema Wolf nicht nur „Politik mit Hausverstand“, sondern auch die Tierschützer, „denen das elendige Sterben der Schafe offenbar egal ist“.

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