Im Schwazer Handball-Tor bleibt kein Stein auf dem anderen

Das Torhüter-Doppel Perovsek/Deifl verlässt Schwaz aus beruflichen Gründen. Mit Routinier Aliaksei Kishov kehrt ein Fan-Liebling zurück.

© Michael Kristen

Von Benjamin Kiechl

Schwaz – Sie sind die wilden Kerle, die sich aus kürzester Distanz in die Flugbahn des Balles werfen. Als Handball-Goalie ist man aus einem besonderen Holz geschnitzt. Bei Sparkasse Schwaz Handball Tirol wird auf der Schlüsselposition nun alles neu.

Weil sowohl Einser-Torhüter Jost Perovsek als auch Backup Florian Deifl Tirol verlassen, kommt es für die kommende spusu-Liga-Saison zu zwei Neubesetzungen. Der weißrussische Routinier Aliaksei Kishov kehrt nach zwei Jahren zurück, er bildet zusammen mit dem heimischen Talent Tobias Alber (18) das neue Keeper-Tandem.

Jost Perovsek wird Unternehmer in seiner Heimat Slowenien.
© gepa

Begründet wird der Doppel-Abgang mit beruflichen Optionen: Der 30-jährige Perovsek, der in den vergangenen beiden Saisonen als ruhiger Rückhalt überzeugte, nimmt ein Top-Angebot in seiner Heimat Slowenien an und wird die Handballschuhe damit wohl an den Nagel hängen. „Ich übernehme den Direktorposten bei einem slowenischen Unternehmen mit bäuerlichem Hintergrund, welches im Lebensmittelhandel tätig ist, und werde künftig für 65 Mitarbeiter verantwortlich zeichnen“, so Perovsek, der mit seinem Konzept die Verantwortlichen überzeugen konnte. Er danke Handball Tirol für „die tolle Zeit und positiven Erinnerungen“. Florian Deifl packte nach einer Saison in Tirol das Heimweh, es geht zurück nach Niederösterreich. Der 29-Jährige übernimmt eine leitende Funktion im Nachwuchsbereich bei seinem Heimatverein UHK Krems. „Das ist eine große Chance für mich, nachhaltig etwas aufzubauen“, sagte der AHS-Lehrer.

Damit schließt sich der Kreis zu Rückkehrer Aliaksei Kishov. Der emotionale Rückhalt aus Weißrussland spielte bereits von 2015 bis 2018 für Schwaz und kam bei den Fans sehr gut an. Zuletzt war der inzwischen 33-Jährige beim weißrussischen Topklub SKA Minsk beschäftigt und spielte u. a. im EHF-Cup. „Bei Kisha wissen wir, was wir bekommen, sowohl handballerisch als auch menschlich. Er passt sehr gut in unser Team, soll dort abermals Führungsfigur sein“, freut sich Trainer Frank Bergemann auf ein Wiedersehen. Auch Sportkoordinator Thomas Lintner ist zuversichtlich, dass das neue Torhüter-Gespann „gut harmonieren“ und „einen starken Rückhalt“ bilden wird.

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Florian Deifl trainiert künftig den Krems-Nachwuchs.
© Foto TT/Rudy De Moor

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