Das Außerfern ist Europas erste Heumilchregion

Die Milchbauern im Außerfern liefern pro Jahr über 10 Millionen Liter Milch an drei Talkäsereien und einige Almkäsereien.

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Symbolfoto.
© BARBARA GINDL

Außerfern – Die Milchbauern im Außerfern liefern pro Jahr über 10 Millionen Liter Milch an drei Talkäsereien und einige Almkäsereien. Der größte Milchabnehmer mit rund 8 Millionen Liter sind die Sulzberger Käserebellen. Sie haben im Sommer 2019 die Molkerei Reutte übernommen. Die Sulzberger Käserebellen haben es sich zum Ziel gesetzt, den Standort Reutte zu stärken, Produktionskapazitäten zu erweitern und die Exportaktivitäten zu steigern. „Außerdem hatten wir das Ziel einer geschlossenen Heumilchregion im Außerfern, wie es sie früher einmal gab“, erläutert Geschäftsführer Andreas Geisler die Strategie.

Seit 1. Juni ist dies Wirklichkeit, der Bezirk Reutte die erste und einzige geschlossene Heumilchregion in ganz Europa. Nach einer Übergangsfrist liefern jetzt alle 135 Milchbauern ausschließlich Heumilch an.

„Ich bin auf den ersten Heumilchbezirk sehr stolz“, sagt Christian Angerer, Bezirksobmann der Landwirtschaftskammer. Die Corona-Zeiten hätten aber auch hier ihre Spuren hinterlassen: „Die Situation am Milchmarkt ist sehr differenziert. Die Grenzöffnungen sind ein wichtiges Signal, und es bleibt zu hoffen, dass das Zugpferd Tourismus bald wieder in die Gänge kommt, um die angestammten Absatzmärkte wieder bedienen zu können.“

Die letzten Wochen hätten das Leben und Arbeiten der Menschen nachhaltig geprägt – auch in der Landwirtschaft. „Für die gesamte Milchbranche werden auch noch die nächsten Monate fordernd sein, zumindest bis in Gastronomie und Tourismus eine gewisse Normalität eingekehrt ist“, weiß Andreas Geisler zu berichten und fügt hinzu: „Wir versuchen, den Milchpreis für unsere Bauern zu halten, um zumindest diesen Einkommensteil abzusichern.“ (TT, fasi)


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