Mayrhofen will Sommersaison bis November verlängern

In Mayrhofen soll die Sommersaison erst Ende Oktober enden. Konzept ist in Arbeit.

Der Tourismus ist Mayrhofens Wirtschaftsmotor. Im Zillertal kann jetzt bis zwei Tage vor Anreise die Zimmerbuchung gratis storniert werden.
© Dähling

Von Angela Dähling

Mayrhofen – In Tourismushochburgen wie Mayrhofen ist die Wirtschaft ganz besonders von den Gästen abhängig. Ob Baugewerbe, Handwerk, Handel oder Landwirtschaft – in allen Branchen hofft man hier daher, dass der Wirtschaftsmotor Beherbergung jetzt schnell wieder in Gang kommt, sagt Mayrhofens TVB-Obmann Andreas Hundsbichler. „Viele Unterkunftgeber sperren am 27. Juni auf“, informiert er. In seinem eigenen Hotel ist es erst am 3. Juli so weit. „Unser Haus war im Juni ausgebucht, aber dann kam die Stornowelle wegen Covid“, erklärt er.

Um verunsicherten Gästen mehr Flexibilität zu bieten, sei fixiert worden, dass eine kostenlose Stornierung von Zimmerbuchungen im gesamten Zillertal bis zu 48 Stunden vor Anreise gratis möglich ist. In Mayrhofen haben Gemeinde und Tourismusverband weitere Maßnahmen beschlossen. Die Gemeinde erhebt für März und April keine Gebühren für Schülerhort und Kindergarten. Betriebe, die behördlich wegen des Virus geschlossen wurden, bekommen ein Sechstel der Kanalgebühr von der halbjährlichen Vorschreibung gutgeschrieben. Und bis 12. Juli werden keine Parkgebühren von der Gemeinde eingehoben, erklärt GV Hans Jörg Moigg vom Wirtschaftsausschuss.

Der TVB unterstützt Gastronomiebetriebe in seiner Region mit einer finanziellen Unterstützung für Live-Musik. Bis 19. Juni können dazu Anträge eingereicht werden. Zudem wurde das geführte Wanderprogramm erweitert: Erstmals bietet der Bergsportführerverband um 10 Euro u. a. geführte Hochseilgarten- und Biketouren an.

„Wir planen zudem, die Saison in den Herbst hinein zu verlängern“, blickt Hundsbichler voraus. Das bestätigt auch Josef Reiter, Chef der Mayrhofner Bergbahnen: „Wir möchten die Ahornbahn bis 26. oder 27. Oktober durchfahren lassen und nicht nur an den Wochenenden – sofern Herbstferien-bedingt die Nachfrage da ist. Gespräche mit Hüttenwirten bezüglich längerer Herbstöffnung sind daher auch geplant.“ Die wartungsintensivere Penkenbahn fahre allerdings nur bis 2. Oktober.

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Laut Reiter arbeite man an einem Konzept für einen „Zillertaler Bergherbst“ (Arbeitstitel), bei dem Kulinarik und Musik im Fokus stünden. „Die Südtiroler schaffen es schließlich auch, ihre Region als attraktives Herbstreiseziel zu vermarkten“, meint Reiter.


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