Neustart nach Corona in Italien mit EU-Milliarden

In Roms prunkvoller Villa Pamphili hat am Samstag eine hochkarätige Konferenz begonnen, mit der Italien Strategien zum Neustart nach der Coronavirus-Krise besprechen will.

In der Villa Pamphili in Rom wird über Italiens Zukunft berate­n.
© AFP

Rom – In Roms prunkvoller Villa Pamphili hat gestern – unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen und ohne Journalisten – eine hochkarätige Konferenz begonnen, mit der Italien Strategien zum Neustart nach der Coronavirus-Krise besprechen will. Premier Giuseppe Conte bezeichnete das zehntägige Debatten­forum als einmalige Gelegenheit, um Italiens Neubeginn zu planen.

„Wir müssen Italien neu aufbauen. Diese Kris­e muss die Gelegenheit sein, um große Reformen umzusetzen, auf die Italien seit zu vielen Jahren wartet. Jetzt verfügen wir über die Finanzierungen, um dies zu tun, der europäische Rahmen erlaubt uns das. Diese Gelegenheit dürfen wir nicht versäumen“, sagte Conte im Gespräch mit der Tageszeitung La Stampa.

Heutige Investitionenvmüssen Früchte für unsere Kinder tragen“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen war per Video zugeschaltet und hat Italien aufgefordert, mit den Milliarden aus dem geplanten europäischen Wiederaufbaufonds überfällige Reformen anzugehen. „Wir, die EU, leihen zum ersten Mal Geld von unseren Kindern. Also müssen unsere heutigen Investitionen Früchte für unsere Kinder tragen“, sagte sie in ihrer Videobotschaft. Auch die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, stand auf der Rednerliste.

Die EU-Kommission hatte ein schuldenfinanziertes Aufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro im Rahmen des nächsten siebenjährigen EU-Haushaltsplans vorgeschlagen. Allein für Italien sind nach dem Vorschlag rund 173 Milliarden Euro als Zuwendungen und Kredite reserviert. Allerdings stehen noch schwierige Verhandlungen der EU-Staaten aus. (APA, dpa, TT)

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