Englisch vom Kindergarten bis zum Gymnasium in Kufstein

Ab Herbst startet in Kufstein mit großer finanzieller Unterstützung des Landes Tirol der bilinguale Unterricht im Kindergarten in Sparchen.

An der ISK (links im Hintergrund) wird ein Unterstufengymnasium eingerichtet: Das berichteten gestern BM Martin Krumschnabel, LR Beate Palfrager, Herbert Marschitz und LH Günther Platter (v. l.)
© Michael Mader

Von Michael Mader

Kufstein –Freudentag in der zweitgrößten Stadt Tirols: Die Tiroler Landesregierung hat nicht nur den Beschluss gefasst, auch von 2021 bis 2025 die Studiengänge an der Fachhochschule (derzeit 2200 Studierende und 500 Lehrende) finanziell zu unterstützen, sondern sich grundsätzlich zu einem internationalen Schulangebot in der Festungsstadt bekannt. „Die Internationale Schule in Kufstein hat 2015/16 mit 22 Schülern gestartet und hat jetzt 116 Schüler. In Zukunft wollen wir das durchgängig haben – vom Kindergarten bis zur Matura.

Das Angebot stärkt nicht nur die Bildungslandschaft Tirols, sondern auch unseren Wirtschaftsstandort“, stellt Landeshauptmann Günther Platter für die nächsten zehn Jahre rund eine Million Euro in Aussicht. 200.000 Euro bereits für heuer. Ein englischsprachiges Bildungsangebot sei ein wichtiger Faktor, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern – insbesondere bei international tätigen Konzernen.

„Mehrsprachigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg“

Denn bereits ab Herbst wird im Kindergarten im Kufsteiner Stadtteil Sparchen mit einem bilingualen Angebot gestartet, ab dem Schuljahr 2021 folgt dann eine Volksschulklasse in Sparchen mit einer erweiterten Stundentafel und zusätzlichen Einheiten in Englisch bzw. auch Deutsch – je nach Muttersprache. „Mehrsprachigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg“, betonte Bildungslandesrätin Beate Palfrader. Gleichzeitig mit dem Unterricht an der Volksschule wird an der Internationalen Schule in Kufstein auch eine Unterstufe eingerichtet.

Bürgermeister Martin Krumschnabel war begeistert: „Die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre hat der Stadt gutgetan.“ Ganz wichtig sei ihm, dass am neuen Bildungsangebot auch die Bevölkerung partizipiere. Bildung könne nicht früh genug anfangen.

„Wir haben bewiesen, dass wir es können. "

„Bildung ist die beste Investition, die Eltern in die Zukunft ihrer Kinder tätigen können. Sie gibt wirtschaftliche sowie soziale Sicherheit, vor allem auch in Krisenzeiten“, streicht Herbert Marschitz in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Fachhochschule Kufstein Tirol die Bedeutung des erweiterten Ausbildungsangebotes in der Festungsstadt hervor.

Das private Oberstufenrealgymnasium mit der Erzdiözese Salzburg als Träger ist in einem Trakt der Fachhochschule Kufstein untergebracht. „Wir haben bewiesen, dass wir es können. Die Fachhochschule hat 1997 mit 40 Leuten gestartet und 2015 haben wir mit der Oberstufe an der Internationalen Schule begonnen.“ Die Infrastruktur sei bereits da, im zweiten Stock der ISK gebe es ausreichend Klassenräume.

Laut Krumschnabel sei in Sparchen genug Platz, sogar für zwei Gruppen. Aus dem Stellenplan des Landes wird für die Volksschule dann auch zusätzliches Lehrpersonal finanziert – natürlich Native Speaker.


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