Haus der Musik: Misstöne um den richtigen Baubeton

Zwei Jahre nach Eröffnung vom Haus der Musik in Innsbruck hat der Bundesrechnungshof (RH) die Bauabwicklung und die Kostensteigerung geprüft.

Beim Haus der Musik gab es eine Kostensteigerung von 6,03 Millionen Euro, die Terminpläne wurden jedoch eingehalten.
© Thomas Boehm / TT

Zwei Jahre nach Eröffnung vom Haus der Musik in Innsbruck hat der Bundesrechnungshof (RH) die Bauabwicklung und die Kostensteigerung geprüft. Bekanntlich stiegen die Kosten um 10,8 Prozent von 55,6 Mio. Euro auf 61,7 Mio. Euro. Außerdem entsprach das Haus der Musik hinsichtlich der Barrierefreiheit weder den gesetzlichen Anforderungen noch dem eigens zuvor erstellten Gutachten. Im Rahmen der Prüfung begann die Innsbrucker Immobiliengesellschaft damit, diesen Missstand zu beseitigen. Was die Kostensteigerung betrifft, hält der RH kritisch fest, dass das Projektcontrolling im „Projektablauf“ – wenngleich mit klaren Zuordnungen von Projektbeteiligten – nur sehr allgemein geregelt war. So fehlten eine Vorgehensweise und Details zur Kontrolle sowie Verfolgung von Kosten und Terminen.

Kritik wurde auch an der Ausführung geübt. Es wurde nämlich verabsäumt, wesentliche Qualitätsprüfungen bei der Betonqualität vom Auftragnehmer einzufordern und die Gleichwertigkeit der Dämmplatten zu überprüfen. Es ist deshalb nicht klar, ob der im Haus der Musik eingebaute Beton den Vorgaben entspricht. Dies birgt das Risiko von Qualitätsmängeln. Der Rechnungshof regt deshalb eine Überprüfung der Qualität des eingebauten Betons durch eine akkreditierte Prüfanstalt an. (TT, pn)


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