Der Rucksack für die WSG Tirol im Abstiegskampf wird immer schwerer

Die WSG Tirol ist nach dem 1:2 gegen die Wiener Austria Schlusslicht in der Qualifikationsrunde und steht damit wieder einmal mit dem Rücken zur Wand.

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Von Tobias Waidhofer

Wattens – Dass WSG-Tirol-Trainer Thomas Silberberger bei der 1:2-Niederlage gegen die Austria noch vor dem Abpfiff in die Tivoli-Katakomben humpelte, konnte schon am Samstag als Zeichen interpretiert werden, dass es in der Kabine laut werden könnte.

„Ich habe der Mannschaft direkt nach dem Abpfiff mein­e Meinung gegeigt. Und das auch lautstark“, so Silberberger, dem besonders ein Phänomen sauer aufstieß: „Jedes Mal, wenn wir mit dem Rücken zur Wand stehen, funktioniert es. Und immer, wenn wir gefühlt Oberwasser haben, spielen wir so wie gegen die Austria.“ Und das sei keine neue Erkenntnis. „Das zieht sich seit Jahren durch.“

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Natürlich wird im Lager der Tiroler jetzt aber nicht die Flinte ins Korn geworfen, denn noch hat man im Abstiegskampf bei vier ausstehenden Spielen (St. Pölten/a, Altach/h, Mattersburg/a, Admira/a) und gerade einmal drei Punkten Rückstand auf den Dritten Mattersburg alles in der eigenen Hand.

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Doch die WSG muss sich steigern, vor allem in der Anfangsphase: Mit Ausnahme des 3:0-Sieges bei der Admira und dem 1:1 in Altach haben die Tiroler in jeder der vier anderen Partien mindestens einen Gegentreffer in der ersten Viertelstunde kassiert. „Wir sind selbst am Rätseln, warum das so ist“, sucht auch der Trainer nach Lösungen.

Es scheint jedenfalls augenscheinlich, dass der Druck im Abstiegskampf vielen Akteuren wie ein (zu) schwerer Rucksack über den Schultern hängt. Anders sind Leistungen wie jene von Felix Adjei oder die zwei Gelben Karten binnen fünf Minuten von David Gugganig kaum zu erklären. „Viele Spieler können schwer mit dem Druck umgehen“, bestätigt auch der Trainer. Wie sagte Christoph Daum einmal so schön: „Wenn der Kopf funktioniert, ist er wie ein drittes Bein.“ Und das gilt im Abstiegskampf umso mehr. Schon morgen (20.30 Uhr) wartet St. Pölten.

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