Mit Treue durch die Corona-Krise

Die Brixentaler Unternehmen erweitern ihre Zusammenarbeit. Eine eigene App soll die Kaufkraft verstärkt in den Orten halten.

Von Harald Angerer

Kirchberg i. T., Brixen i. Th., Westendorf –Die Wirtschaft hat harte Wochen hinter sich und die kommende Zeit wird herausfordernd werden. Dass man gemeinsam stärker ist, wissen die Betriebe im Brixental aber nicht erst seit der Corona-Krise. Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich die Gemeinschaft „Der Brixentaler“ für den Erhalt und den Ausbau der regionalen Kaufkraft. Heute zählen über 240 Mitgliedsbetriebe aus Kirchberg in Tirol, Brixen im Thale und Westendorf zu der Gemeinschaft. Inzwischen sind es nicht mehr nur Kaufleute, sondern zu je einem Viertel Handel, Gastro und Hotellerie, Handwerk und Dienstleister.

Mit dem Zusammenschluss der Kaufleute Westendorf, Ortsmarketing Brixen und der Kaufmannschaft Kirchberg vor über zehn Jahren wurde allerdings der Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung der Brixentaler Werbegemeinschaft gelegt. Die regionale Währung der „Brixentaler“ Münzen und Scheine, das monatliche Infoblatt an alle Haushalte, die Online-Jobbörse und das Angebot der freien Gewerbeflächen sowie das Sozialprojekt „Brixentaler für Brixentaler“ sind einige der Errungenschaften, welche die Gemeinschaft ins Leben rief. Mit einer neuen Brixentaler App für Android- und Apple-iOS-Handys erweitern die Kaufleute nun das regionale Angebot.

Zwei Dinge standen bei der Entwicklung der App im Mittelpunkt: zum einen die Einführung von digitalen Treuepunkten, mit denen treue Kunden eine ganze Reihe an Vorteilen genießen. Zum anderen will man mit der App gezielt neue Zielgruppen ansprechen, die vermehrt in der digitalen Welt beheimatet sind. „Wir sehen eine Chance, speziell bei jungen Erwachsenen und Teenagern, das regionale Einkaufsbewusstsein mittels Brixentaler App zu stärken“, schildert Sabrina Schweiger von der Kaufmannschaft Kirchberg.

Oberstes Ziel ist es also weiterhin, die Einheimischen als Kunden in der Region zu halten und sie noch mehr an die Betriebe zu binden. „Speziell in der Krise spüren wir jetzt eine große Solidarität der Kunden“, betont Schweiger. Die Zusammenarbeit habe sich über die Jahre sehr gut entwickelt, in der schweren Zeit würde man nun am besten sehen, wie wichtig dieser Zusammenschluss ist. Denn nicht nur die Kunden geben das Geld regionaler aus, auch die Betriebe untereinander sorgen für Umsätze.

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