Rehkitz-Drohne musste selbst geborgen werden

Wegen eines Programmfehlers verfing sich die Rehkitz-Rettungsdrohne in einem Baum. Die Feuerwehr Wenns barg das wertvolle Gerät.
© FF Wenns

Wenns – Sie hat einen unbändigen Idealismus: Manuela Prantl aus Wenns betreibt nicht nur die Katzenstation Oberland, sondern engagiert sich auch für die Rettung von Rehkitzen während der Mähsaison im Oberland. Am gestrigen Montag wurde ihre für die Jungtiere lebensrettende Arbeit im Wenner Ortsteil Amishaufen für einige wertvolle Stunden unterbrochen: „Das Programm der Rettungsdrohne hatte einen Fehler – das Gerät streifte einen Ast und blieb in einem Baum hängen“, schildert die Tierschützerin. Die Männer der Feuerwehr Wenns bargen das wertvolle Fluggerät aus der misslichen Lage.

Zwei der am Montag georteten Jungtiere im hohen Gras.
© Prantl

Kurz nach 11 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Unter doppelter Kameraden-Sicherung konnte die Drohne erfolgreich und ohne Schäden aus rund zwölf Metern Höhe geborgen werden, schildert Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant Lukas Scheiber den ungewöhnlichen Einsatz. „Wir waren gestern seit halb fünf Uhr Früh unterwegs“, so Prantl. Derzeit herrscht Hochsaison auf den Feldern. Bis zum späten Nachmittag konnte sie im Pitztal, in Umhausen, Imst und Kappl vier Rehkitze sowie einen Hasen retten, bevor die Mähwerke über die Flächen fuhren.

Insgesamt, so Prantl, konnten seit Mai knapp 30 Jungtiere mit der Rettungsdrohne geortet werden. (pascal)


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