Industrie-Chef Christoph Swarovski sagt Nein zu neuen Steuern

Christoph Swarovski, geschäftsführender Gesellschafter von Tyrolit, bleibt vier weitere Jahre IV-Präsident. Neu ins Präsidium gewählt wurde Plansee-Vorstandschef Mag. Karlheinz Wex.

Christoph Swarovski bleibt bis 2024 Industrie-Präsident.
© Foto Rudy De Moor / Tiroler Tage

Innsbruck – Die Industriellenvereinigung Tirol kürte gestern bei ihrer ordentlichen Vollversammlung ihre Führung für die nächste Funktionsperiode bis Mitte 2024: Christoph Swarovski, geschäftsführender Gesellschafter von Tyrolit, bleibt vier weitere Jahre IV-Präsident. Neu ins Präsidium gewählt wurde Plansee-Vorstandschef Mag. Karlheinz Wex. Dem Präsidium gehören weiters Eduard Fröschl, Hermann Lindner, Max Kloger und Paul Unterweger an. Reinhard Schretter, Swarovskis Vorgänger als IV-Chef (von 2008 bis 2016), wurde für seine Verdienste die Ehrenpräsidentschaft verliehen.

Zentrales inhaltliches Them­a der Industrie-Vollversammlung war die Bewältigung der Corona-Krise. „Wir müssen uns zum Ziel machen, das Land der hellsten Köpfe zu werden. Nur Bildung sichert langfristig Beschäftigung, Wohlstand und ein spannungsfreies Leben“, sagte Swarovski. Für die kurzfristige Bewältigung der Kris­e seien im Konjunkturpaket des Bundes die richtigen Maßnahmen vorgesehen. Die Investitionsprämie und die Möglichkeit, Investitionen schneller abzuschreiben, unterstütze Unternehmen, die auch in dieser schwierigen Zeit investieren.

Swarovski lobte die Entlastung der untersten Einkommensstufe durch die vorgezogene Steuerreform. „Die Entlastung für Unternehmen muss der nächste Schritt sein.“ In der aktuellen Diskussion um Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuern warnte der IV-Chef eindringlich davor, den Wirtschaftsstandort Österreich mit solchen Maßnahmen zunehmend unattraktiv zu machen. Auch Stiftungen müssten steuerlich so behandelt werden, dass sie weiterhin die finanzielle Basis von Unternehmen sichern können.

Es seien vielmehr jene Maßnahmen zu setzen, welche die Wirtschaft stimulieren, Swarovski sprach sich für eine enge Abstimmung von Politik und Wirtschaft beim Hochfahren der österreichischen Wirtschaft aus. (TT)

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