Der Arteon mausert sich zum Kombi

Volkswagen überarbeitet seine gediegene Coupé-Limousine, gönnt ihr eine zweite Karosserievariante und bereichert das Angebot unter anderem mit der Hereinnahme von Plug-in-Hybridtechnik.

Mit dem Shooting Brake erhält der Arteon von Volkswagen eine elegant-dynamisch gezeichnete Langheckversion.
© Werk

Von Markus Höscheler

Wolfsburg –Eine wechselvolle Geschichte hat das viertürige Coupé beim Volkswagen hinter sich. Das elegante Mittelklassemodell hob sich zunächst von der Basiskarosserie der Limousine Passat mit dem Namenszusatz CC ab, ein paar Jahre später musste das Fahrzeug auf die Basisbezeichnung Passat verzichten und durfte sich nur noch CC nennen.

Beim 2017 erfolgenden Generationswechsel fiel auch diese Bezeichnung unter den Tisch – VW hob für den Nachfolger das Kunstwort Arteon aus der Taufe. Und nun, beim anstehenden Facelift? Beim Namen bleibt es, nicht aber beim Angebot. Denn VW macht tatsächlich etwas Innovatives und verschafft dem Arteon ein zweites Standbein. Zum Fastback gesellt sich voraussichtlich gegen Jahresende ein Shooting Brake, also eine Art coupéförmig gezeichneter Kombi.

Die elegant geschwungene Dachlinie zeichnet den Arteon Shooting Brake aus und unterscheidet ihn wesentlich vom technisch sehr nah verwandten Passat Variant. Der Alltagsnutzen kommt dennoch nicht zu kurz, das Ladeabteil fällt großzügig genug aus: Netto sind es im Shooting Brake 565 Liter, bei umgelegten Rücksitzlehnen erhöht sich das Stauvolumen auf 1632 Liter. Diesbezüglich ist auch die Coupé-Limousine nicht von schlechten Eltern, denn sie offeriert zwischen 563 und 1557 Liter.

Mit der Überarbeitung des Arteon (als Fastback) und der Neueinführung des Shooting Brake erfährt das gehobene Mittelklassemodell ein umfassendes Update hinsichtlich Digitalisierung, Komforttechnik und Fahrerassistenzsysteme. Besonderes Augenmerk verdienen darüber hinaus die Antriebssysteme, denn beide Karosserievarianten werden gegen Ende des Jahres bzw. Anfang 2021 auch als Plug-in-Hybrid erhältlich sein.

Der Arteon eHybrid darf dabei auf eine Kombination aus einem Vierzylinder-Turbobenzinmotor und einem Elektroaggregat vertrauen, das mit einer Gesamtleistung von 218 PS aufwartet. Noch keine genauen Daten gibt es bezüglich der rein elektrischen Reichweite, die dem Lithium-Ionen-Speicher zugetraut werden können – mehrere Dutzend Kilometer werden es wohl sein.

Im Weiteren will VW im Arteon sparsame und dennoch leistungsfähige Vierzylinder-Aggregate einsetzen, die im Falle des Diesels sogar über ein Twindosing-Konzept verfügen, also über eine doppelte Stickstoffoxid-Nachbehandlung. Als Topmodell kommt zudem ganz neu der Arteon R ins Sortiment, der nicht nur serienmäßig mit einem Allradsystem bestückt sein wird, sondern auch mit einem aufgebohrten Vierzylinder-Turbobenziner, der 320 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 420 Newtonmetern stemmt.

Fix an Bord sind eine Siebengang-Doppelkupplung und ein Torque-Splitter, der das Drehmoment variabel zwischen den Achsen und zwischen den Rädern der Hinterachse verteilt.


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