Grazer Festival Arsonore spielt ohne Einschränkungen

Junge Musiker und Kompositionen junger Tonsetzer finden sich zahlreich im Programm des Grazer Kammermusikfestivals Arsonore. Fünf Konzerte, bei denen unter anderem Jubilar Beethoven eine Rolle spielt, werden ab 9. September zu hören sein. „Wir werden Schätze ausgraben jenseits des Mainstream“, versprach der künstlerische Leiter Markus Schirmer am Donnerstag bei der Programmpräsentation.

„Alle haben an dieses Projekt geglaubt“, freute sich Schirmer, dass nun im September trotz Coronakrise das Festival stattfinden kann. Das Programm steht unter dem Motto „Meisterhaftes auf dem Weg zur Meisterschaft“.

Es beginnt mit „Aufbruchsstimmung“, und als erstes Werk wird ein Klavierquartett des damals zehnjährigen Franz Xaver Mozart - Sohn des großen Amadeus - erklingen. Launig interpretiert wird Richard Strauss bei „Till Eulenspiegel einmal anders“, ein besonderes Highlight ist Mendelssohn Bartholdys Klaviersextett op. 110. Es spielt neben Schirmer, Veronika Hagen und Christian Poltera auch das 15-jährige Ausnahmetalent am Klavier, Shunta Moromoto.

Beethoven und seinem 250. Geburtstag ist das zweite Konzert gewidmet. Unter dem Titel „Unerhört“ erklingen Sonaten, ein Trio für Flöte, Fagott und Klavier sowie das Septett op.20 des Komponisten. Als Besonderheit sind zwei Uraufführungen zum Thema „Wuth und Freude“ (sic!) zu hören, die von Helmut Schmidinger und Philipp Gaspari geschrieben wurden. „Es ist ein Beethoven-Abend der Sonderklasse mit vielen Raritäten“, betonte Schirmer.

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„Kleine Prinzen“ stehen im Mittelpunkt des dritten Programms. Dass heuer ausschließlich junge Musiker und junge Komponisten zu hören sind, sei Zufall, beeilte sich Schirmer zu betonen, aber „nächstes Jahr kommen die Prinzessinnen dran“. Passend zum Thema liest Katharina Stemberger zur Musik von Chopin, Ravel oder Saint-Saens aus Antoine de Saint-Exuperys „Der kleine Prinz“.

Puristisch wird es am vierten Abend, wenn Markus Schirmer mit Christopher Hinterhuber vierhändig zwei Divertissements von Schubert spielt. Gelesen wird dazu Literatur von Peter Handke und Imre Kertesz.

Zum Abschluss gibt es in der Oper ein „humorvolles, buntes und vielschichtiges Programm, sehr zünftig, aber auf hohen Niveau“, verhieß Schirmer. Kabarett, Volksmusik und humorvolle Texte, gelesen von Uschi Glas, beenden das Festival.

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