Neue Innsbrucker Schwimmhalle: 50-Meter-Becken hat seinen Preis

Innsbruck – Sein Bekenntnis zur Errichtung eines modernen Sportzentrums mit 50-Meter-Schwimmhalle hat der Innsbrucker Gemeinderat vergangene...

Georg Willi
(Bürgermeister): „Politik heißt, zu einem Projekt Ja, zu einem anderen Nein zu sagen. Das hat mit Ausspielen nichts zu tun.“
© Foto TT / Rudy De Moor

Innsbruck –Sein Bekenntnis zur Errichtung eines modernen Sportzentrums mit 50-Meter-Schwimmhalle hat der Innsbrucker Gemeinderat vergangene Woche einstimmig erneuert. Um der Realisierung näher zu kommen, wurde eine Arbeitsgruppe unter der politischen Leitung von Sportstadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ) eingerichtet. Eines ist klar: Kommt das neue Sportbad, hat dies seinen Preis. Das ist Bürgermeister Georg Willi mehr als bewusst.

Wenn das 50-Meter-Becken am favorisierten Standort Tivoli gebaut wird, muss das Hallenbad Höttinger Au geschlossen werden.“
Bürgermeister Georg Willi

Beides sei finanziell keinesfalls drinnen. „Da ein großer Teil der städtischen Investitionen im Ressort von Stadträtin Mayr liegt, muss sie dann federführend vorgeben, was man in ihrem Bereich streichen oder verschieben kann. Das sind natürlich die unangenehmen Entscheidungen, die man als Politiker bzw. Politikerin zu treffen hat“, erkärt Willi.

Des Bürgermeisters Aufgabe ist es indes, die Finanzierung für das neue Sportzentrum aufzustellen. Die Schätzung für die Errichtung liegt bei rund 35 Millionen. Bleibt es bei den angenommenen Zahlungen von Bund und Land, sind noch rund 20 Millionen Euro offen. Einen Teil könnten die Innsbrucker Kommunalbetriebe durch die Verwertung des Grundstücks in der Höttinger Au gegenfinanzieren, wie Willi sagt. „Für die Stadt bleibt jedenfalls eine Summe in der Größenordnung von 12 Millionen aufwärts“, so Willi. Dieses Geld würde dann naturgemäß woanders fehlen. Beim Sonderkoalitionssausschuss wird Willi sämtliche Projektunterlagen und Zahlen vorlegen. „Der Vorwurf, dass hier Projekte gegeneinander ausgespielt würden, geht ins Leere. So wie sich jede Familie fragen muss, was sie sich leisten kann, muss das auch eine Gemeinde tun“, so Willi. (dd)

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