Symphoniker spielen für die Achenseebahn

Der Achenseebahn-Förderverein konnte die Gruppe Symphonikerblas, ein Ensemble der Wiener Symphoniker, für ein Konzert am Samstag, 18. Juli, in der Jenbacher Remise gewinnen.

Ein siebenköpfiges Ensemble der Wiener Symphoniker nennt sich „Symphonikerblas“ und spielt für die Achenseebahn auf.
© Symphonikerblas

Von Walter Zwicknagl

Jenbach –In die Schlagzeilen kam die 131 Jahre alte Achenseebahn in den vergangenen Monaten oft. Freunden der Dampfzahnradbahn liegt vor allem das laufende Insolvenz­verfahren schwer im Magen. Mit einer erfreulichen Nachricht lässt jetzt aber Eisenbahndirektor Martin Uhlig aufhorchen. Er konnte für den Achenseebahn-Förderverein, den er jüngst ins Leben rief, die Gruppe Symphonikerblas, ein Ensemble der Wiener Symphoniker, für ein Konzert am Samstag, 18. Juli, gewinnen. „Diese sieben Freunde sind an jenem Wochenende auf dem Weg zu einem Konzert und CD-Aufnahmen in Vorarlberg unterwegs und stellen sich in den Dienst der guten Sache und spielen für die notleidende Bahn ein Benefizkonzert“, erzählt Uhlig.

Gegeben werden von den Musikprofis volkstümliche und symphonische Blasmusik. Das Konzert soll im Freien stattfinden. Dabei steht das Ensemble auf zwei Flachbord-Güterwagen, die Zuhörer sitzen auf dem Platz vor der Remise. Beginn des Konzertes ist um 15.30 Uhr. Corona-Bedingungen werden streng eingehalten, wie Uhlig versichert. Die Besucherzahl sei von vornherein auf 250 Personen beschränkt.

„Eintritt gegen Spende, die meisten geben 20 Euro“, ist die Devise des Eisenbahndirektors, der um Ideen nicht verlegen ist und alle Hebel in Bewegung setzen will, um die Zukunft der Bahn zu sichern. Denn wenn derzeit schon kein Bahnbetrieb möglich ist, will man zumindest auf der kulturellen Schiene unterwegs sein. „Das Konzert wird in jedem Fall stattfinden, und wenn ich es aus der Privatschatulle bezahle“, sagt der engagierte Eisenbahnfan, der sich noch nach Sponsoren umschaut.

Zwar sind derzeit für Bahnanrainer öfters die Pfiffe der Zahnradbahn zu hören, die Fahrten dienen aber nur dem Erhaltungszweck und Arbeitseinsätzen. Besuch gab es jüngst vom Bundesdenkmalamt aus Wien, das in Sachen Weltkulturerbe Informationen einholt. Es hängt aber bald alles davon ab, welche Schritte die Tiroler Landesregierung für die Zukunft setzt. Derzeit ist man in einer Phase zwischen „Gedeih und Verderben“, bangen Insider der Bahnszene.


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