Ersatz für mehr als 50 Jahre alten Alouette 3: Generäle für Helis aus Italien

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ist neben der Aufregung um die Heeresreform auch mit der Fliegertruppe beschäftigt. Nun drängen die Offiziere in Sachen Hubschrauber.

Alouette 3: Auslaufmodell nach mehr als 50 Betriebsjahren.
© APA

Wien – Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ist neben der Aufregung um die Heeresreform auch mit der Fliegertruppe beschäftigt: Anfang Juli will sie bekannt geben, wie die Luftraumüberwachung künftig sichergestellt wird. Mit den Saab 105 hat die kleine Ergänzung zum Eurofighter das Ende der Lebensdauer erreicht.

Ebenfalls auf der Agenda des Heeres stehen neue Hubschrauber als Ersatz für die ebenfalls mehr als 50 Jahre alten Alouette 3. Das grundsätzliche Ja zur Beschaffung stammt noch aus der Zeit von Türkis-Blau. Eine endgültige Entscheidung steht aber aus.

Nun drängen die Offiziere. Generalstabschef Robert Brieger fertigte am 26. Mai ein als „eingeschränkt“ und „dringend“ klassifiziertes Papier ab. In dem Dokument, das der TT vorliegt, wird vorgeschlagen, in Zusammenarbeit mit der italienischen Armee beim Luftfahrtkonzern Leonardo vorerst 18 Stück AW169M zu beschaffen.

Eine Entscheidung bis Ende Juni vorausgesetzt, könnten bis Ende dieses Jahres die konkreten Vertragsverhandlungen abgeschlossen werden. Dies wäre noch rechtzeitig, um nicht in Probleme zu geraten. Die Alouette fliegen noch bis 2023. (sabl)

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