Tiguan: Feinputz für das wichtigste Modell von VW

Im vergangenen Jahr verkaufte Volkswagen keine Baureihe so oft wie den Tiguan. Nun gib es ein Facelift für das Kompakt-SUV, erstmals einen Plug-in-Hybridantrieb und als Premiere eine 320 PS starke R-Variante.

Mit neuem Kühlergrill, veränderter Motorhaube und zusätzlichen Motorisierungsangeboten rollt der Tiguan im Herbst zu den Händlern.
© Volkswagen AG

Von Markus Höscheler

Wolfsburg, Innsbruck –Den Ikonenstatus eines Käfer oder eines Golf genießt er zwar noch nicht, der Tiguan ist aber zügig in diese Richtung unterwegs. Seit 2007 bietet Volkswagen das kompakte Sport Utility Vehicle an, mit wachsendem Erfolg. Über sechs Millionen Einheiten hat das Unternehmen bisher weltweit produziert, verteilt auf zwei Generationen und mittlerweile zwei Karosserievarianten (die Langversion ist bei uns als Allspace erhältlich). Allein im vergangenen Jahr setzte die Marke Volkswagen global 911.000 Einheiten ab – damit ist der Tiguan derzeit das volumenmäßig erfolgreichste Auto der Wolfsburger.

Damit der junge Bestseller ein ebensolcher bleibt, darf er sich auffrischen. Zahlreiche Neuerungen ziehen in den Tiguan ein, die schon von vorne erkennbar sind. Der Kühlergrill wirkt leicht vergrößert, die Motorhaube ist darüber stark gebogen, ähnlich wie beim kleineren T-Cross.

© Volkswagen AG

Das Interieur legt einen Zahn zu in puncto Digitalisierung, zumindest in höheren Ausstattungsstufen. Touchbedienfelder erfassen ausgewählte Funktionen, der neue modulare Informationsbaukasten (MIB 3) ist intensiv mit der Umwelt vernetzt.

Ähnlich wie beim vor wenigen Tagen vorgestellten Arteon gibt es auch beim Tiguan ein umfassendes Motoren-Update. Hier ragen zwei Neulinge heraus, nämlich der eHybrid und der R. Beim Erstgenannten handelt es sich um einen Plug-in-Hybrid, der Elektro- und Benzinmotoren miteinander kombiniert. Die Systemleistung beträgt 245 PS, die rein elektrische Reichweite beläuft sich nach dem WLTP-Standard auf rund 50 Kilometer. Im Elektromodus kann der Tiguan eHybrid bis zu 130 km/h schnell fahren.

Zügiger unterwegs wird der Tiguan R sein, die neue sportliche Topversion des kompakten Hochbaus. Als Antriebsaggregat dient ein aufgebohrter Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 320 PS. Sein neu entwickelter Allradantrieb verteilt das Drehmoment nicht nur zwischen der Vorder- und der Hinterachse, sondern auch aktiv zwischen den beiden Hinterrädern. Hier spricht VW von „Torque Splitter“.

Bei den sehr beliebten Tiguan-Dieselmotoren führt VW das Twindosing ein, eine zweistufige Stickoxidabgasnachbehandlung. Der Marktstart für den optimierten Tiguan ist im vierten Quartal vorgesehen.


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