Kompaktwagen: Die Zwangspause ist für den C4 ist beendet

Citroën belebt das Kompaktwagengeschäft mit einem Rückkehrer: Die neue Schräghecklimousine überrascht nicht nur mit Crossover-Designelementen, sondern auch mit einem breiten Antriebsportfolio.

Kurze Überhänge dominieren beim neuen C4.
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Von Markus Höscheler

Paris, Innsbruck –Ganz zufrieden war die Groupe PSA vor wenigen Jahren ganz offensichtlich nicht mit der Nachfrage nach dem Kompaktwagen C4 der Tochtermarke Citroën: Der Konzern ließ das Produkt ohne direkten Nachfolger vor zwei Jahren einfach auslaufen. Die dabei entstandene Lücke im Sortiment will Citroën aber in den nächsten Monaten endlich wieder auffüllen – mit dem neuen C4. Und er rollt nicht allein zu den Händlern, denn er wird begleitet vom ë-C4.

Die Doppelstrategie kommt nicht ganz überraschend, denn die Groupe PSA ist zuletzt immer mehr dazu übergegangen, neue Fahrzeuge auf der einen Seite mit rein konventionellen Verbrennungsmotoren anzubieten, auf der anderen Seite mit einem alternativen Antrieb in Form eines Elektromotors oder eines Plug-in-Hybridsystems. Beim neuen Citroën-Modell wird dies einmal mehr praktiziert: C4 und ë-C4.

Innen gibt es jede Menge digitaler Anzeigen und praktischer Ablagen.
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Was beide Varianten eint, ist ein schnittiges Design, ein hochwertig anmutendes Interieur und der Anspruch auf höchsten Fahrkomfort. Die Designsprache nimmt Elemente aktueller Baureihen auf, zum Beispiel SUV-Unterfahrschutz oder Airbumps oder knackige Seitenschwelleroptik. Mit seiner fließenden Dachlinie hebt sich der C4 deutlich von Konkurrenzangeboten ab, auch von Kompaktwagen der Verwandtschaft aus dem Hause Peugeot und Opel.

Innen legt Citroën viel Wert auf die Verwendung von weichen Materialien, auf eine hohe Güte bei den Sitzen und auf ein hohes Maß an Digitalisierung. Analoge Drehregler kommen zum Einsatz, ansonsten leuchten aber ein hochauflösendes, volldigitales Instrumentarium, ein mittig installierter Touchscreen und ein ausfahrbares Head-up-Display den Insassen entgegen.

Der rein elektrisch fahrende ë-C4 kommt bis zu 350 Kilometer weit.
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Den Fahrkomfort will Citroën mit einer Federung unterstützen, die mit hydraulischem Anschlag arbeitet, und das nervige Rückfedern unterbinden. Hier bemüht der Hersteller einmal mehr das Bonmot vom „schwebenden Teppich“, den die Fahrgäste während der Fahrt genießen können.

Apropos Fahrt: Dafür stehen dem 4,36 Meter langen Neuling drei Benzinmotoren (100, 130 und 155 PS) und zwei Diesel (110 und 130 PS) sowie im Falle des ë-C4 ein 136 PS starker Elektromotor zur Verfügung. Wie andere Groupe-PSA-Stromer (e-208, Corsa-e, e-2008) ist auch der ë-C4 mit einem Lithium-Ionen-Akku bestückt, der dank einer Kapazität von 50 Kilowattstunden eine rein elektrische Reichweite (WLTP) von rund 350 Kilometern in Aussicht stellt. Wie ernst es allein die Marke Citroën mit der Elektrifizierung meint, zeigt sich am Angebot, an der geplanten Erweiterung und an weiteren Ankündigungen: Schon erhältlich ist der C5 Aircross Hybrid, geplant sind die Einführung des ë-Jumpy, des ë-SpaceTourer und des Kleinstwagens Ami. Ein sechstes Elektrofahrzeug steht nach Citroën-Aussagen in der Pipeline, womöglich ein ë-C3.


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