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LKÖ-Präsident Moosbrugger: „Weniger Gütesiegel, mehr Klarheit bei Herkunft“

Das AMA-Gütesiegel sei verwässert, kritisiert Landwirtschaftskammer-Präsident Moosbrugger. Für Regionalprodukte soll weniger Steuer anfallen.

Das AMA-Gütesiegel müsse wieder uneingeschränkt für österreichische Rohstoffe stehen, fordert LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger.
© Jürgen Fuchs

Von Alois Vahrner und Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Der Corona-Fall Tönnies und seine Verstrickungen nach Österreich und Tirol (etwa zu MPreis und Handl) haben auch hierzulande wieder die Frage nach der Kennzeichnungspflicht in den Vordergrund gerückt. Speziell das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel steht dabei im Fokus. Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ), fordert im TT-Interview die Politik zum Handeln auf: „Das EU-Wettbewerbsrecht hat der AMA aufs Auge gedrückt, dass es möglich sein muss, dass auch jemand, der keinen österreichischen Rohstoff verwendet, trotzdem das Gütesiegel verwenden darf.“ Dies werde – für den Konsumenten fast nicht nachvollziehbar – lediglich mit unterschiedlichen Farben beim AMA-Gütesiegel belegt. „Das Gütesiegel ist damit verwässert. Das ist schlecht und gehört abgestellt.“ In Summe benötige es „weniger Gütesiegel, dafür aber mehr Klarheit bei den Rohstoffen“.

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