Reuttener Hahnenkamm: NEOS fordern Rückzahlung von Förderung

Während der Chef der Reuttener Bergbahnen Verkaufsgespräche führt, machen die Pinken die geschlossene Seilbahn zum Thema im Landtag.

In einer Aussendung spricht Oberhofer von „mehr als 1,5 Millionen Euro Steuergeld in Form von Förderungen der Tiroler Landesregierung“, die in den letzten 36 Monaten abgeholt wurden. Sollte Gerber „nicht jeden Cent“ sofort zurückzahlen, würde man eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übergeben.
© Mittermayr

Höfen, Innsbruck – „Gerber vergisst, dass er im Fördervertrag mit der Landesregierung eine Betriebspflicht vereinbart hat. Wenn er die Bahn jetzt schließt, muss die gesamte Förderung in Millionenhöhe unverzüglich dem Land Tirol zurückbezahlt werden“, erklärt NEOS Klubobmann Dominik Oberhofer. Er spricht von einem „Förderskandal um die Hahnenkammbahn“ und richtet seine Kritik an Peter Gerber, den Eigentümer der Reuttener Bergbahnen, der angekündigt hat, die Bahn im Sommer nicht aufzusperren.

In einer Aussendung spricht Oberhofer von „mehr als 1,5 Millionen Euro Steuergeld in Form von Förderungen der Tiroler Landesregierung“, die in den letzten 36 Monaten abgeholt wurden. Sollte Gerber „nicht jeden Cent“ sofort zurückzahlen, würde man eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übergeben. „Davor werden wir aber bei der Landtagssitzung diese Woche einen Dringlichkeitsantrag einbringen, in dem der Landeshauptmann aufgefordert wird, die Rückzahlung bei Gerber zu betreiben“, so Oberhofer. Die NEOS hätten die Förderungen an Gerber „von Anfang an kritisiert“, betont Oberhofer. LH Günther Platter habe aber immer beschwichtigende Antworten gegeben. „Nicht nur, dass Gerber mit der Hahnenkammbahn eine gesamte Tourismusregion erpresst, viel mehr noch pfeift er auf die Verträge mit der Tiroler Landesregierung“, so der pinke Klubobmann.

Dass er Fördergelder wie jeder andere bekommen habe, sei kein Geheimnis, so Gerber zur TT. Die Sicht Oberhofers stimme allerdings „nur bedingt“. Als erstes kritisiert er die von Oberhofer genannte Fördersumme – diese liege unter einer Million Euro. Eine Rückzahlung hätte außerdem aliquot zu erfolgen. Die gesamte Summe sei nur dann schlagend, „wenn ich das Unternehmen liquidieren würde. Ich will aber nicht, dass es am Hahnenkamm dunkel wird“, betont er die laufenden Verkaufsgespräche. (pascal)


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