Sommerschulwochen sind vorerst an 25 Standorten fix

Bis Ende der Woche will das Land die Bedarfserhebung an Ganztages-standorten ausgewertet haben. Kehrtwende bei Stadt Innsbruck möglich.

Raus aus der Schule – rein in die Schule. Mit Ferienstart will das Land eine Lern-Betreuung bis zu vier Wochen anbieten.
© APA/Schlager

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Noch ist man in der Bildungsdirektion am Zählen und Rechnen. Und Nachtelefonieren. Bis Ende der Woche soll dann klar sein, wie viele Sommerschulen an den 154 öffentlichen Ganztagesschulen im Land in den ersten vier Ferienwochen aufsperren werden. Und wie viele PädagogInnen hierfür zur Verfügung stehen. Mit Montag ist die Frist für die Schulen zur Bedarfserhebung abgelaufen. Wie Bildungslandesrätin Beate Palfrader (VP) gestern nach einem Jour fixe mit Bildungsdirektor Paul Gappmaier bestätigte, sei ein Sommerschulwochen-Angebot an 25 Standorten (pro Standort ist zumindest eine Gruppe mit sieben Kindern/Jugendlichen vonnöten) schon jetzt fix. 17 weitere Ganztagesschulen hätten bereits eigene Betreuung organisiert. Hier wird nun überlegt, wie diese zusätzlich finanziell gefördert werden können.

Ich kann keinen Blankoscheck ausstellen. Aber ich werde mit der Verwaltung noch einmal reden.
Elisabeth Mayr (Bildungsstadträtin; SPÖ)

Allein aus der Landeshauptstadt lägen 40 Anmeldungen vor, sagt Palfrader. Die Stadt hat aber bereits vor Tagen abgewunken. Der verwaltungsorganisatorische Aufwand sei angesichts des knappen zeitlichen Vorlaufs durch die Bildungsdirektion nicht schaffbar, hieß es. Was nun konkret mit den Anmeldungen dieser Kinder betrifft, konnte Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ) gestern nicht beantworten. Noch lägen ihr keine konkreten Zahlen vor. Die Stadt hat selbst eine schulische Ferienbetreuung. Die Anmeldefrist hierfür ist aber bereits abgelaufen. Blankoscheck, so Mayr, könne sie jetzt keinen ausstellen – jedoch werde sie noch einmal das Gespräch mit der Stadt-Verwaltung suchen, „was möglich ist“. Das hänge auch davon ab, ob die Landeswochen an dem Schulstandort abgehalten werden müssten, an dem die Anmeldungen eingelangt sind.

NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer zeigt sich nun das „Chaos“ in der Vorbereitung der Sommerschulwochen des Landes. Den Innsbrucker Magistrat fordert er auf, für das Innsbrucker Betreuungsangebot eine Nachmeldung zu eröffnen.

Was die Musikschulwoche des Landes an den Landes-Musikschulen in den Bezirken betrifft, seien bereits 500 Anmeldungen eingegangen, sagt Palfrader. Ebenso hätten sich in diesem Bereich 83 ausgebildete PädagogInnen gemeldet. Überlegt wird, ob selbige nicht auch für die Nachmittagsbetreuung der regulären Sommerschulwochen zum Einsatz kommen könnten: „Diese Junglehrer sind sehr flexibel.“ Für das Kombiangebot von AK und Land, die „AK-Sommerschule Plus“, seien bereits 693 Anmeldungen eingelangt (davon 216 aus der Stadt Innsbruck).

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Dass das Betreuungsangebot noch weiter in Richtung ganzjährig und ganztägig auszubauen ist, ist Palfrader klar. Auch in Verbindung mit Lern­elementen: „Dem können wir uns nicht verschließen.“ Auch nicht in den kommenden Sommern nach Corona.


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