Altbürgermeister machte „Yscla-Tour“ auf der Römerstraße

Erwin Cimarolli, Altbürgermeister von Ischgl, radelte in den Raum Venedig, um den neuen Ischgler Winter zu bewerben.

Alt-BM Erwin Cimarolli (78) radelte kürzlich 1000 Kilometer auf der Via Claudia, um Lust auf Winterurlaub in Ischgl zu machen.
© Cimarolli

Ischgl, Ostiglia – Die Grenzen zu Deutschland und Italien waren – nach der Corona-Sperre – kaum wieder offen, als ein älterer E-Biker auf der Via Claudia Augusta vom Städtchen Donauwörth (Bayern) in Richtung Süden startete. Erwin Cimarolli (78), Altbürgermeister von Ischgl, hatte seine „Yscla-Tour“ über 1000 Kilometer in acht Tagesetappen geplant. Die Strecke ist normalerweise 730 Kilometer lang, der begejsterte E-Biker machte aber einige Abstecher, etwa nach Mantua.

Touristikerin Simonetta Callegarini hieß ihn in Ostiglia wilkommen.
© Cimarolli

Die Mission seiner Radtour „Viva Yscla, willkommen im nächsten Winter“ verteilte Cimarolli auf Aufklebern und kam damit bei zahlreichen Begegnungen mit den Menschen ins Gespräch: „Ich habe versucht, positives Image von unserem Dorf mit dem alten rätoromanischen Namen ,Yscla‘ zu vermitteln. Die Leute, darunter auch Tourismusfunktionäre, hat das oft neugierig gemacht.“ Corona sei allenfalls ein Randthema gewesen. Über „Yscla“ konnte der Altbürgermeister aufklären: „Die erste urkundliche Erwähnung von unserem Dorf im Jahr 1390 ist im Kloster Marienberg dokumentiert.“ Etwa 300 Aufkleber habe er verteilen können. Zu einem herzlichen Empfang Cimarollis kam es im Städtchen Ostiglia – mit antikem Namen Hostilia. „Das Team aus dem örtlichen Tourismusbüro hat mir erklärt, dass ich der erste Gast nach dem Lockdown bin, der hier übernachtet.“ Ebenso wie Tirol arbeite auch Venedig sowie die Regionen entlang der Via Claudia an einem neuen touristischen Aufschwung. (hwe)


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