WSG-Rezept vor dem Abstiegs-Finale: Weniger reden, besser spielen

Das 1:4 in Mattersburg ist abgehakt. Die Blicke bei der WSG Tirol richten sich längst auf das Abstiegs-Endspiel am Samstag gegen die Admira.

Kapitän Ferdinand Oswald und seine WSG-Kollegen blicken noch in eine ungewisse sportliche Zukunft. Am Samstag werden alle Fragen auf dem Platz beantwortet.
© GEPA pictures/ Michael Meindl

Von Tobias Waidhofer und Alex Gruber

Wattens – Das Positive vorneweg: Auch nach fünf sieglosen Spielen in der Bundesliga-Qualifikationsrunde hat die WSG Tirol den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Viel mehr Aufbauendes – außer vielleicht die Leistung von Joker Clemens Walch – gab es vom 1:4 in Mattersburg nicht zu berichten.

„Es ist mir ein Rätsel“, seufzte auch Manager Stefan Köck. „Wir nehmen uns defensive Kompaktheit vor – und dann braucht der gegnerische Innenverteidiger genau einen Doppelpass, um nach drei Minuten in unserem Strafraum zu stehen.“ Ist es der Druck? Ist es mangelnde Qualität? Oder einfach nur die blanke Angst? „So werden wir jedenfalls nichts gewinnen“, weiß Köck. Doch um den Klassenerhalt doch noch einzufahren, braucht es genau diesen „Dreier“ am Samstag gegen die Admira. „Jetzt alles schlechtzumachen, wird auch nicht funktionieren. Es ist jetzt ganz einfach: Entweder wir gewinnen und schaffen das Saisonziel oder wir sind an der Bundesliga gescheitert.“

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Was sich ein Außenseiter mit Verletzungsproblemen aber auf keinen Fall leisten kann, sind interne Konflikte. Das wissen auch die Verantwortlichen. „Wir hatten in den letzten zwei Spielen in dieser Hinsicht sicher Pro­bleme“, sind auch Köck negative Körpersprache, Gesten und Interview-Aussagen verschiedener Spieler nicht entgangen. Wie im Leben sei es auch auf dem Spielfeld ein schmaler Grat. Aber: „Das ist nicht die Kommunikation, die wir brauchen. Unsere stärksten Spiele waren jene, in denen wir uns gegenseitig geholfen haben.“

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Vor diesem Hintergrund ist auch das „Interviewverbot“ für die Spieler in Mattersburg zu verstehen. „Das war spontan, mir wurde einfach in den letzten Tagen und Wochen zu viel geredet. Jeder hat dem anderen das Fußballspielen erklärt.“ Bei allen Problemen betont Köck aber: „Wir sind eine Mannschaft.“ Das ist in stürmischen Tagen wie diesen allerdings auch eine Grundvoraussetzung.

Verzichten muss die WSG gegen die Admira auf den gesperrten Cabrera – und auch beim verletzt ausgewechselten Fabian Koch schaut es aktuell nicht besonders gut aus.

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