„Escape Room“ im Freien: Neue Attraktion soll Familien ins Pillerseetal locken

Der Tourismusverband Kitzbüheler Alpen Pillerseetal holt mit seinen Partnern ab sofort die beliebten „Escape Rooms“ in die Natur.

Die Gäste sollen an verschiedenen Stationen dem Steinbergkönig die Geheimnisse entlocken.
© TVB PillerseeTal Marion Pichler

Von Harald Angerer

St. Ulrich a. P. – Mehr Zeit mit den Eltern verbringen – das wünschen sich Kinder im Urlaub und genau diesem Wunsch tragen nun der Tourismusverband Pillerseetal und acht Partner Rechnung. „Die Wünsche der Gäste haben sich gewandelt. Familienprogramme, bei denen die Kinder eine Woche lang in die Kinderbetreuung gegeben wurden, sind immer weniger gefragt“, schildert TVB-Pillerseetal-GF Armin Kuen bei der Präsentation einer neuen Attraktion im Verbandsgebiet.

„Das Geheimnis des Steinbergkönigs“ nennt sich diese neue Attraktion. Mit an Bord sind acht Partner mit den Bergbahnen Pillersee und dem Jakobskreuz, die Bergbahn Steinplatte mit dem Triassic Park in Waidring und die Bergbahn Fieberbrunn, aber auch das Familienland in St. Jakob, der Lauchsee in Fieberbrunn, das Alpensportbad in St. Ulrich, die Kneippanlage Seisenbachquelle in Waidring und der Pillersee selbst.

Unser Ziel ist es, dass die Familien die Region spielerisch entdecken.
Armin Kuen (GF TVB Pillerseetal)

„Die Idee ist ähnlich der beliebten Escape Rooms. Die Familien müssen die Rätsel im Team bewältigen und kommen so der Lösung näher“, schildert Kuen. Seit gut zwei Jahren wird nun an der neuen Attraktion gearbeitet, mit ins Boot geholt hat man sich dazu auch Experten, um die Wünsche der Gäste besser abdecken zu können. „Unser Ziel ist es, dass die Familien die Region spielerisch entdecken“, schildert Kuen. Die Teilnahme am Spiel selbst ist kostenlos, das verbindende Element ist aber die Pillersee­card. „Mit diesem Angebot können die Gäste alle benötigten Anlagen in der Region benützen. Diese Karte wurde schon bisher sehr gut angenommen, hier erhoffen wir uns nun noch eine weitere Steigerung“, sagt Kuen.

Die Kosten für die neue Attraktion betragen 216.000 Euro, die zum größeren Teil vom Tourismusverband getragen werden. Immerhin 40 Prozent kommen aber aus dem EU-Fördertopf über den LEADER-Verein in der Region. Dieser fördert überregionale Projekte. „Wichtig ist der Nutzen für die gesamte Region und der ist hier gegeben. Der Tourismus befindet sich in einer Phase, in der er neu gedacht werden muss, und hier passt das Projekt ganz genau“, ist LEADER-Obmann Sebastian Eder überzeugt. Die acht Partner des Projektes haben sich finanziell nicht beteiligt, sie stellen aber die Grundflächen für die Attraktionen und sind für deren Erhaltung zuständig.

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Der Tourismus befindet sich in einer Phase, in der er neu gedacht werden muss.
Sebastian Eder (LEADER-Obmann)

Kuen hofft, dass das Angebot gut angenommen wird, und er kündigt auch an, dass es auch durchaus erweitert werden kann. „Derzeit sind es acht Stationen, aber das kann sich ändern. Auch werden die Rätsel immer wieder geändert, damit das Ganze spannend bleibt“, sagt Kuen.


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