Kontroverse in Stadtkoalition rund um den Igler Eislaufplatz

Innsbruck – Rund um die für kommenden Winter geplante Schließung des Igler Eislaufplatzes gibt es in Innsbruck koalitionsinterne Kontroversen: Nachdem Vize-BM Hannes Anzengruber (ÖVP) angeregt hatte, die Tauglichkeit des Eislaufplatzes um ein Jahr zu verlängern, verweist BM Georg Willi (Grüne) verwundert auf die Entscheidungen der Koalition: „Dort wurde vereinbart, dass wir kein Geld mehr in die Hand nehmen, um die alte Eislaufplatz-Infrastruktur wieder auf Vordermann zu bringen, sondern einen 26 x 40 m großen kombinierten Platz für Beachvolleyball im Sommer und Eislaufen im Winter machen“ – im Zuge der Errichtung des Sportbereichs Zimmerwiese. Das Projekt stehe auf der Liste, „für die wir uns eine Investitionsförderung durch das Land erhoffen“.

Wenn für Anzengruber das Anliegen der Igler aber besonders eilig sei, „kann ich gerne bei seiner langen Projektliste für die Feuerwehr einige Projekte zurückstellen, damit die Wünsche schneller erfüllt werden können“, legt Willi nach.

Sportstadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ) schlägt als Kompromiss vor, Sportmittel, die heuer aus abgesagten Veranstaltungen übrig bleiben, dafür zu verwenden, den Eislaufplatz bis zur Fertigstellung der „Sportspange“ Igls auf jetzigem Niveau zu erhalten. „Das hätte ich vorher aber gerne in der Koalition besprochen“, so Mayr.

Das betreute Wohnen am Igler Widumplatz verteidigt Willi gegen FPÖ-Kritik: Es handle sich um wertvolle Infrastruktur für die Bevölkerung – und angesichts der Hybrid-Holzbauweise keineswegs um einen „Betonklotz“. (md)

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