ÖBB präsentieren Tunnelpläne für Unterinntalbahn

Planausstellung der geänderten Brennerzulaufstrecke in den Gemeinden.

So soll eines Tages der unterirdische Teil der Bahnstrecke verlaufen.
© ÖBB

Angath, Langkampfen – Eigentlich wollten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) noch im April vor Einreichung der aktualisierten Projektunterlagen die Pläne für die neue Unterinntalbahn zwischen Schaftenau und Radfeld der Bevölkerung präsentieren. Doch die Situation rund um das Thema Covid-19 machte den Planern einen Strich durch die Rechnung. Nun wird die Informationsinitiative für die Bevölkerung unter Sicherheitsauflagen nachgeholt. Bei den Planausstellungen sind Experten vor Ort, die Zusammenhänge erklären und Fragen rund um das Projekt beantworten. Zur Präsentation der Planungen laden die ÖBB in die Gemeindesäle von Langkampfen (Montag, 6. Juli), Angath (Dienstag, 7. Juli) und Kundl (Mittwoch, 8. Juli). Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation ist eine Teilnahme allerdings nur nach Anmeldung unter office@clavis.at bzw. unter der Telefonnummer 0512/563840 (von 8 bis 17 Uhr) möglich.

Bereits im August 2019 haben die ÖBB die Umweltverträglichkeitserklärung beim Ministerium eingereicht. Parallel sind die Verhandlungen der Planer mit den Gemeinden weitergelaufen. Nach intensivem Austausch zu Detailaspekten des Projektes wurde schließlich auf Basis von Gemeinderatsbeschlüssen in Angath und Langkampfen nochmals eine Aktualisierung des Projektes vorgenommen (die TT berichtete).

Am Gebiet der Gemeinde Langkampfen war im Bereich Unterlangkampfen-Niederbreitenbach die Führung der neuen Bahngleise ursprünglich in einer ca. 1150 m langen Wanne vorgesehen. Nun ist im Bereich Unterlangkampfen-Niederbreitenbach eine Unterflur-Tunnelstrecke geplant. Weiters war im Bereich Schaftenau/Auweg eine Überführung über die neu zu errichtenden Bahngleise geplant. An deren Stelle wird nun die Querung der Bahntrasse in einer Unterführung erfolgen. Konsequenz daraus ist, dass sich das Tunnelportal für die Weiterführung der Eisenbahnstrecke in Richtung Deutschland um rund 800 Meter in Richtung Osten verschiebt. Daraus leiten sich weiter Lärmschutzmaßnahmen ab. In Angath wird die Baustelleneinrichtungsfläche halbiert. Wichtige Logistikbereiche sind im Gegenzug am Liesfeld in Kundl vorgesehen. (TT)

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