Neue Volksschule in Imst scheint fix

Aktuell gibt es drei Volksschulen in Imst. Die Sanierung der VS Unterstadt lässt eine weitere zu.

Die Volksschule Unterstadt wird saniert. Dem stimmte der Gemeinderat zu.
© Parth

Von Thomas Parth

Imst – Imst wächst unaufhaltsam. Das merkt man auch in der Kinderbetreuung, wo anders als in einigen Tälern der Umgebung stetig Zuwächse zu verzeichnen sind. Um rechtzeitig auf diese Tendenz zu reagieren, wird nun die VS Unterstadt umgebaut, modernisiert und mit einem zeitgemäßen Unterrichtskonzept auch zukunftsfit gemacht. „Das Dach der VS Unterstadt ist undicht. Im Sommer ist es zu heiß, im Winter zu kalt“, erinnert sich Schulreferentin GR Marina Frischmann an einen Lokalaugenschein. Ihre Herangehensweise sei es stets, die Schülerzahlen genau im Auge zu behalten: „Spätestens, wenn die Jahrgänge in die Schule kommen, die heute in den Kinderkrippen sind, muss mehr Platz für sie vorhanden sein.“

Im Gemeinderat, im Schulverband und im Schulausschuss der Stadtgemeinde habe man mehrere Varianten bis hin zum Neubau oder gar bis zur Auflassung des Standortes durchdacht.

„Wir starten im September mit der Komplettsanierung der VS Unterstadt. Diese soll bis zu den Semesterferien 2022 abgeschlossen sein. Dafür sind 5,7 Millionen Euro vorgesehen“, präsentiert Frischmann. Der Clou an der Geschichte ist das Kasernen­areal im Ortsteil Auf Arzill, welches bereits vier Schulen als „Ausweichquartier“ gedient hat. „Wir ziehen mit elf bzw. zwölf Klassen, je nachdem ob man die Sprachförderklasse dazuzählt oder nicht, übergangsweise nach Auf Arzill. Zurückkehren werden wir aber nur noch mit acht Klassen. Drei Volksschulklassen verbleiben in Auf Arzill und werden mit drei Sonderschulklassen zusammengezogen. Sie bilden künftig eine weitere, vierte Volksschule in Imst“, freut sich die Schulreferentin über diese Qualitätssteigerung und das Okay des Landes.

Das neue Konzept für die VS Unterstadt beruht auf „offenem Arbeiten“. So werden die Garderoben von je zwei Klassen zu einem Gruppenraum zusammengelegt. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen neben dem Fluchtwegekonzept auch die Barrierefreiheit inklusive Lift. Das geht ins Geld, was zu Beginn der Corona-Krise die Verantwortlichen in der Stadtführung sofort den „Stoppknopf“ drücken ließ.

„Die Stadtgemeinde rechnet mit Mindereinnahmen von zwei Millionen Euro“, zeigt Finanzreferent Vize-BM Gebhard Mantl auf: „Nicht zuletzt wegen der Corona-Krise und den zusätzlich ausgeschütteten Fördermitteln konnten wir den Schulumbauprozess wieder starten.“ Land und Bund steuern 2,3 Millionen Euro bei.


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