Fahrverbot für laute Motorräder: Außerferner Biker will Republik klagen

Das Fahrverbot für laute Motorräder in den Bezirken Imst und Reutte gerät jetzt auch juristisch unter Beschuss. Die Munition liefert ein Außerferner, der mit seiner erst im April neu erworbenen Ducati nicht mehr seinen Ort verlassen darf.

Andreas Sedlak vom Oberländer Ducati-Club.
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Imst – Das Fahrverbot für laute Motorräder in den Bezirken Imst und Reutte gerät jetzt auch juristisch unter Beschuss. Die Munition liefert ein Außerferner, der mit seiner erst im April neu erworbenen Ducati nicht mehr seinen Ort verlassen darf. Das serienmäßige Fahrzeug hat ein Standgeräusch von 97 Dezibel, erlaubt sind am Hahntennjoch, im Lech-, Namlos- und Tannheimer Tal nur noch 95. Sein Wiener Anwalt Andreas Pascher ortet beim Motorrad (Kaufpreis: ca. 15.000 Euro) eine Wertminderung von mindestens 50 Prozent. Und für diesen durch die Lärmverordnung verursachten Schaden soll jetzt die Republik haften. Weil das Verbot nur das Standgeräusch und nicht das für die Typengenehmigung ausschlaggebende Fahrgeräusch heranzieht und daher laut Pascher rechtswidrig ist.

Weiters sieht der Anwalt im Verbot eine Diskriminierung, weil nur Motorräder, nicht aber Traktoren, Autos etc. betroffen sind. Im Auftrag des Ducati-Clubs Tirol-Oberland will Pascher die Verordnung vor dem Verfassungsgerichtshof bekämpfen. Ein Mitglied des Ducati-Clubs hat nach der Missachtung des Fahrverbots die Strafverfügung erhalten. „Diese werden wir unter Ausnutzung aller Rechtsmittel bekämpfen“, sagt Club-Vize Andreas Sedlak. (tom)

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