Schulschlussaktion und EU-Geld: Schwaz will Leaderregion werden

Regionalmanagement Schwaz lud zur Schulschlussaktion und will EU-Geld lukrieren. „In zwei Jahren soll unsere Bewerbung als Leaderregion abgegeben werden und eine Entwicklungsstrategie ausgearbeitet sein“, gibt der Schwazer Bezirkshauptmann Michael Brandl den Zeitplan vor.

Schüler der 4B-Klasse der Hans-Sachs-Volksschule erhielten von Werner Hechenblaiker (hinten, r.) gesunde Jausen im Beisein von Hans Lintner, Brigitte Feix, Peter Arnold und Michael Brandl (hinten, v. l.).
© Dähling

Von Angela Dähling

Schwaz – Erdbeeren, Karotten und Radieschen aus der Region, Almkäse aus der Eng. Das macht Appetit. Gestillt wurde dieser am Mittwoch mit einem von der Geschützten Werkstätte gezimmerten „Regiokistl“ voll gesunder, regionaler Jausenzutaten bei rund 450 Viertklässlern zwischen Weer und Achenkirch.

Die alljährliche Schulschlussaktion des Regionalmanagements Bezirk Schwaz ging heuer zum dritten Mal über die Bühne. Doch während die Schüler für ihre gesunden Jausen bisher in die Region im Rahmen eines Ausflugs fuhren (Eng, Terfens), wurde sie im Corona-Jahr zu ihnen in die Schule gebracht.

„Wir freuen uns, den Kindern zu zeigen, wie eng Nachhaltigkeit und Regionalität beieinanderliegen und welche Schätze wir in unserer Region haben – gerade jenen Kindern, die aus einem anderen Kulturkreis kommen“, sagt Peter Arnold, Direktor der Hans-Sachs-Volksschule in Schwaz. Der Schwazer Bürgermeister bedauert, dass der Heimatunterricht mit dem Volksschulabschluss endet. „Dem Alter angepasst ihn weiterzuentwickeln und auch kritisch Dinge zu hinterfragen, wäre wichtig“, meint Lintner.

Weiterentwickeln soll sich das Regionalmanagement, das mit den Planungsverbänden Schwaz und Achental die Jausenaktion durchgeführt hat. Obmann ist bekanntlich der Schwazer Bezirkshauptmann Michael Brandl. neuer Geschäftsführer ist Werner Hechenblaikner. Unter ihrer Ägide soll der ganze Bezirk zur Leaderregion werden (die Tiroler Tageszeitung berichtete) und so EU-Gelder lukrieren. Daher will man auch den Zillertaler Planungsverband ins Boot holen.

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„In zwei Jahren soll unsere Bewerbung als Leaderregion abgegeben werden und eine Entwicklungsstrategie ausgearbeitet sein“, gibt der Schwazer Bezirkshauptmann Michael Brandl den Zeitplan vor. Auch die Wirtschafts-, Arbeiter- und Landwirtschaftskammer werden mit dabei sein auf dem geplanten Weg zur Leaderregion. „Es geht um große Projekte, die ohne Gelder der EU nicht umsetzbar wären“, unterstreicht Bürgermeister Hans Lintner den Status einer Leaderregion. Unter anderem sei eine gemeinsame Strategie des ganzen Bezirks Schwaz für das regionale Verkehrs- bzw. Stauproblem in Planung.


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