Wander-Weltmeisterschaft 2021: Drei Tage wandern bis zum Weltmeistertitel

In der Silberregion Karwendel wird 2021 die 19. Wander-Weltmeisterschaft ausgetragen. Der Tourismusverband rechnet mit über 1000 Teilnehmern.

Maskottchen Karwendolin, Obmann Andreas Jenewein, GF Elisabeth Frontull, Aufsichtsrat Wolfgang Ebner und die Vorstände Theresia Streiter und Manfred Berkmann (v. l.) stimmten sich auf 1250 m Seehöhe in Weerberg auf die 19. Wander-Weltmeisterschaft in der Silberregion Karwendel ein.
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Von Angela Dähling

Schwaz, Weerberg – Sie wissen zwar nicht gegen wen, aber sie haben gewonnen: Die Führungsriege des TVB Silberregion Karwendel konnte sich mit ihrer Bewerbung um die Wander-Weltmeisterschaft gegen fünf Konkurrenten durchsetzen. „Die Mitbewerber kennen wir nicht, aber wir sind sehr stolz, dass unsere Geschäftsführerin diese Weltmeisterschaft zu uns geholt hat“, freute sich TVB-Obmann Andreas Jenewein gestern beim Pressegespräch hoch über dem Inntal in Weerberg.

Vom 23. bis 25. September 2021 werden voraussichtlich bis zu 1200 wanderlustige Teilnehmer aus zirka 20 Nationen von Schwaz aus auf Medaillenkurs marschieren. Ziel des Volkssportspektakels ist es, möglichst viele Kilometer zu sammeln. Die Zeit ist dabei Nebensache. Mitmachen kann jeder bei diesem Bewerb, der jährlich in einem anderen Ort in Österreich vom österreichischem und internationalen Volkssportverband durchgeführt wird. Heuer übrigens in Saalbach. Und nächstes Jahr dann zum vierten Mal nach Igls, dem Pillerseetal und der Wildschön­au in Tirol.

„Die richtige Arbeit für uns beginnt jetzt erst richtig“, sagt Jenewein. TVB-Geschäftsführerin Elisabeth Frontull wird mit ihrem Team die Routen für die angeblich größte Volkswanderveranstaltung Europas erarbeiten. „Jeden Tag stehen drei Routen verschiedener Schwierigkeitsgrade zwischen fünf und 20 Kilometern zur Auswahl. Der Höhepunkt wird der 43-km-Wandermarathon am 25. September 2021 sein“, erklärt sie. Sowohl Einzelstarter als auch Gruppen können teilnehmen.

Als prominenter Unterstützer wird Harry Prünster in seiner Heimatregion mitwandern. Ausgangspunkt sämtlicher Wanderungen soll übrigens Schwaz sein. Das schränkt den Radius des erwanderbaren Gebietes bei der WM natürlich ein. In die zur TVB-Region gehörende Eng kann daher nicht gewandert werden. „Wir vereinen zwölf Gemeinden und die möchten wir natürlich präsentieren. Aber das Veranstaltungskomitee sagt, welche der vorgeschlagenen Routen freigegeben werden“, informiert Jenewein. Frontull beabsichtigt, rund um die dreitägige WM eine Wanderwoche anzubieten, um Teilnehmern und deren Begleitpersonen noch mehr Naturschätze der Region wandernd näherzubringen.

„Bei dieser WM geht es nicht um Extremsport. Genau deshalb passt sie genau zu unserer strategischen Positionierung. Denn die Silberregion steht unter anderem für Entschleunigung, Genuss-Radeln und Genuss-Wandern“, sagt Jenewein. Stichwort „Corona“: Geplant ist, die Wander-WM unter „normalen Umständen“ durchzuführen. Ansonsten werde man das Konzept den Möglichkeiten anpassen. Einen Ersatztermin gibt es nämlich nicht.


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